Zum Tod von Ruth-Ilse Dyrssen

Ruth-Ilse Dyrssen ist tot. Die in Aumühle lebende Malerin starb am 15. Mai 2015 nur zwei Monate nach ihrem 90. Geburtstag. Ihre Aquarelle werden bleiben …

Aumühle – Bilder von Ruth-Ilse Dyrssen waren in Schweden, Finnland, Österreich, der Schweiz, in München und Berlin zu sehen, immer mal wieder im Augustinum Aumühle und zuletzt im Mai 2011 in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh – ihr Abschied aus dem Austellungsbetrieb. Am 15. Mai 2015 ist die Aumühle lebende Malerin gestorben.
Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie sich in den vergangenen Jahren zurückgezogen und auch in ihrer Aumühler Wohnung griff sie ganz selten noch einmal zu Pinsel und Farben. Die 1925 in Berlin geborene Künstlerin hatte ein Studium an der Textil- und Modeschule in Berlin bei Professor Siegfried von Weech absolviert. Sie beschloss die Studien mit dem Staatsexamen als Designerin. Es folgte der Besuch der Meisterklasse für Malerei bei Prof. Paul Kleinschmidt. Mehrere Jahre arbeitete Ruth-Ilse Dyrssen als freiberufliche Designerin und Grafikerin für Presse, Film und Industrie. Nach einer mehrjährigen Familienpause widmete sie sich nur noch der Malerei. Mit ihren Aquarellen schuf die Malerin sich viele Freunde, auch einige Sammler.
Wenn man die naturalistisch gemalten Blumenbilder von Ruth-Ilse Dyrssen betrachtet, sieht man sich mitten in einer Blumenwiese und glaubt, den Duft der Blüten und Gräser zu riechen. Genauso faszinierend sind ihre Landschaftsaquarelle, in denen sich die Stimmung der Natur widerspiegelt. Ausgerechnet in der Zeit, in der die Natur sich von der schönsten Seite mit prächtigen Blumen zeigt, musste sich Ruth-Ilse Dyrssen für immer verabschieden. Es bleibt die Erinnerung an eine großartige Künstlerin, die so viele Lebensfreude ausstrahlte und diese in ihre Bilder hinein trug.

Print Friendly, PDF & Email
KulturportalStiftung Hzgt. LauenburgKulturSommerKontaktImpressum