Reverenz an Frédéric Chopin

Große Verbeugung vor einem genialen Komponisten: Am 12. Juli ist im Wohnstift Augustinum in Aumühle „Die Suche nach dem Blauen Klang" zu erleben. Ein biographisches Musiktheater rund um Frédéric Chopin, an dem viele große und kleine Aumühler mitwirken.

AumühleAuf die Spuren von Frédéric Chopin möchte Dr. Daniela Nerlich besonders junge Menschen führen. „Vielen entgeht ein wunderbares Musikerlebnis, weil sie gar nicht wissen, welche herrliche Musik er komponiert hat“, sagt die Vizepräsidentin der vor drei Jahren gegründeten Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald (www.chopin-hamburg.de). Bisher hatte sich die Gesellschaft einen Namen gemacht durch Konzerte an ausgefallenen Orten, in Konsulaten und Schlössern, in Gutsscheunen oder im Ausstellungsraum eines Auto-Hauses. Mit einem Konzert am 12. Juli 2015 im Augustinum Aumühle wolle man „neue Wege gehen“, erläutert Dr. Nerlich: „Wir möchten das Leben von Chopin in den verschiedenen Etappen seines Lebens zeigen“.

Nach den Worten von Dr. Nerlich wird es eine musikalische Aufführung werden, wie es sie im Zusammenhang mit Chopin noch nicht gegeben hat. Chopins Weg vom jungen Komponisten am Klavier bis hin zum genialen Schöpfer völlig neuer Klangformen soll geschildert werden. „Wir erfahren den ‚kleinen Chopin‘ in Gestalt eines erstaunlichen zehnjährigen Pianisten bis zum ‚leidenden Chopin‘ in seiner letzten Lebensphase kurz vor seinem Tod im Alter von nur 39 Jahren“. Ein Erzähler verknüpft die Szenen und Musikbeiträge zu einem runden Bühnenerlebnis. Kinder ab acht Jahren sind zu der Inszenierung unter der Regie von Aileen Schneider willkommen. Für Dramaturgie und Text zeichnet Peter Thiers verantwortlich.

Die Aufführung wird getragen von vielen Freiwilligen aus Aumühle, Kostüm-Näherinnen um Adelheid Kunde, der Tanzgruppe von Ute Goslinowski und dem Kinderchor der Wohltorfer Kantorei. Professionelle Unterstützung bekommen sie durch Studierende der Hamburger Hochschule für Musik und Theater sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Die Akteure auf der Bühne des Augustinums wollen verdeutlichen, wie sehr Chopin sich ein Leben lang auf der Suche nach dem „Blauen Klang“ befand, welche Bedeutung er Ton und Farbe in seinen Kompositionen gab. Der Blaue Klang ist eine Einheit zwischen den Tönen eines Komponisten und den Farben eines Malers. Für Chopin bedeutete die Suche danach, sein inneres Fühlen in Musik umzusetzen – Heimat und Familie, Kindheit, Abschied, Melancholie, Sehnsucht und Liebe.

„Das Publikum wird Spuren des Blauen Klanges im Augustinum entdecken“, verspricht Dr. Daniela Nerlich. Durch die besondere Aufbereitung des Konzertes hofft sie möglichst viele Kinder und Jugendliche für Chopin zu begeistern: „Das Konzert soll ein Einstieg werden, um die Musik des großen Komponisten besser zu verstehen – nicht abzuschalten, wenn seine Musik erklingt.“

Das Konzert am 12. Juli im Augustinum am Mühlenweg 1 beginnt um 16.00 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ab dem 15. Juni im Augustinum, den beiden Apotheken in Aumühle sowie in den Buchhandlungen Erdmann und von Gellhorn in Reinbek. Der Eintritt kostet für Erwachsene 15,- Euro, Schüler und Studierende zahlen 5,- Euro. Reservierungen sind möglich unter karten@chopin-hamburg.de. Auch wenn die meisten Akteure sich ehrenamtlich engagieren, entstehen nicht unerhebliche Kosten. So sponsert die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg das Konzert, und das Wohnstift Augustinum stellt den Saal und die Technik kostenfrei zur Verfügung.

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