115 Jahre Kanal zwischen Elbe und Trave

Büchen – Vor 115 Jahren eröffnete Kaiser Wilhelm II. den Wasserweg, den wir heute als Elbe-Lübeck-Kanal kennen. Dem Kanal und der Region Büchen widmet die Gemeinde ihre Sommerpräsentation im Kulturzentrum Priesterkate.

Am 2. und 9. August 2015 hat das Sonntags-Café in der Büchener Priesterkate von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet: Eine schöne Gelegenheit, die Sommerausstellung im Kulturzentrum zu bestaunen und sich auf ein Stück regionaler Geschichte zu stürzen. Die Gemeinde Büchen zeigt in der Diele des 1649 erbauten Reetdachhauses eine Präsentation mit Fotos und Informationen über „Die Region Büchen und den Elbe-Lübeck-Kanal“, der vor 115 Jahren in Betrieb genommen wurde. „Ein herzliches Dankeschön geht an Claus Wolff, der mit viel Engagement diese aktuelle Präsentation vorbereitet hat“, so Büchens Kulturpfleger Dr. Heinz Bohlmann. Für delikate Stärkung sorgt im Café Karin Borchers aus Schulendorf mit ihren hausgemachten Torten.
Der Historiker Dr. Bohlmann wirft einen Blick zurück: Am 16. Juni 1900 eröffnete Kaiser Wilhelm II. den Elbe-Trave-Kanal, wie er bis 1936 hieß – damals eine der modernsten Binnenwasserstraßen Deutschlands. Die Präsentation beschreibt die Entstehung des Kanals, seine Geschichte und die Schleusen, sie geht dem Rückgang seiner wirtschaftlichen Bedeutung nach und der wachsenden touristischen Funktion – die heutige Wasserstraße war vor zehn Jahren auch Namensgeber für den jährlichen KulturSommer „am Kanal“.
In der Schau thematisiert wird auch ein Kuriosum in der Region Büchen: Die seit 25 Jahren währende halbseitige Sperrung der Straßenbrücke zwischen Büchen und Büchen-Dorf. Dieses Jubiläum begeht („feiert“ wäre zuviel gesagt) die Gemeinde am Samstag, 22. August 2015, mit einem „Fest der halben Brücke“ am Lösch- und Ladeplatz und einem Programm für die ganze Familie. Im Café der Priesterkate wird außerdem ein Film über die Jubiläumsfeierlichkeiten „600 Jahre Stecknitzfahrt“ (1998) und über „100 Jahre Elbe-Lübeck-Kanal“ (2000) gezeigt.
Zwei Räume im Dachgeschoss der Priesterkate bergen die Dauerausstellung zur Geschichte der innerdeutschen Grenze und zur Geschichte der Stecknitzfahrt („nasse Salzstraße“). Zu besichtigen ist sie während der Öffnungszeiten des Cafés und auf Anmeldung für Besuchergruppen und Schulklassen.

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