Hasse-Preis an Hochstein

Geesthacht – Der Geesthachter Musikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Hochstein hat für herausragende Beiträge über den Bergedorfer Komponisten Hasse den Johann-Adolf-Hasse-Preis erhalten. Die Auszeichnung wurde Hochstein bei seiner Emeritierungsfeier am 28. Juni 2015 in Hamburg verliehen.

Prof. Hochstein (65) aus Geesthacht war für 39 Jahre Dozent an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater (HfMT). Man kennt ihn als Kirchenmusiker und Chorleiter, ausgewiesenen Kenner und Erforscher des Bergedorfer Komponisten Johann Adolf Hasse (1699 – 1783) und als Vorsitzenden der gleichnamigen Hasse-Gesellschaft in Bergedorf. Am 28. Juni 2015 wurde Hochstein anlässlich seiner Emeritierung „für seine herausragenden Beiträge zur Hasse-Forschung“ mit dem Johann-Adolf-Hasse-Preis ausgezeichnet. Seit 2012 wird der Preis vergeben.
Hochstein, der mit Ablauf des Sommersemesters in den Ruhestand geht, war seit 1984 an der HfMT tätig. Er war zuletzt Studiendekan für wissenschaftliche und pädagogische Fächer, gehörte dem Hochschulsenat und dem erweiterten Präsidium an. Neben Kirchenmusik und Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts war der Komponist Hasse einer seiner Schwerpunkte in der Forschung, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. 2000 mit dem Deutschen Musikeditions-Preis in der Kategorie „Wissenschaftliche Notenausgaben/Gesamtausgaben“. Er ist Mitherausgeber einer als vierbändiges Werk geplanten „Geschichte der Kirchenmusik“ und hat auch eigene Kompositionen veröffentlicht.
Wolfgang Hochstein will nach eigenem Bekunden aktiver Hasse-Forscher und Vorsitzender der Hasse-Gesellschaft bleiben, die er seit 1991 führt. Auch als Leiter des renommierten Geesthachter St.-Barbara-Chors dürfte er der Region noch einige Freude bereiten. Spannende Vorträge mit Musikbezug lässt er zudem als einer der beiden Tutoren für Kunst, Musik und Aktionen der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur (Mölln) erwarten.

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