Ernennung Kulturknotenpunkt

Ministerin überzeugt von der Arbeit der Stiftung Herzogtum Lauenburg

Mölln – Was für ein schönes Produkt können doch Knoten sein: Im Idealfall verbinden und halten sie lose Enden und geben Halt und Kraft. Für die Kulturarbeit im Kreis und in der Nachbar-Region Stormarn wird der neue Kulturknotenpunkt noch mehr Chancen auf Vernetzung beinhalten. Ministerin Anke Spoorendonk würdigte die Arbeit der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Mölln.

Gut gelaunt und munter, sich über vertraute Gesichter freuen und die heitere Stimmung in Mölln lobend, so präsentierte sich die Ministerin für Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Anke Spoorendonk, bei einem bedeutenden Akt: Die Vergabe des dritten Kulturknotenpunkt an die Stiftung Herzogtum Lauenburg – 20.000 Euro sind damit als Fördermittel verbunden.
 
Dazu sagte die Ministerin: „Die ersten Knotenpunkte haben wir an der Westküste eingerichtet. Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt wirklich ein Netzwerk quer durch Schleswig-Holstein spannen. Mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg haben wir einen kompetenten Partner gefunden, um unser Bestreben, die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum zu unterstützen umzusetzen.“  Spoorendonk hob hervor, welche wertvolle Aufgabe die Stiftung im Kreis bereits leiste. Besonders liege ihr die Verbindung von Bildung und Kultur am Herzen. „Die Arbeit der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist weit über den Kreis hinaus bekannt und geschätzt. Die Stiftung ist vor Ort gut vernetzt und für solide und gute Kulturarbeit bekannt. Der „KulturSommer am Kanal“ ist einzigartig im Lande. Die Bewerbung für den Knotenpunkt überzeugte durch konkrete Schritte und klare Ideen, die umsetzbar sind und der Idee der Knotenpunkte entsprechen.“
Die Ministerin zeigte sich kämpferisch für die Kultur-Belange, denn es müsse sehr viel mehr Geld im Lande ausgegeben werden: “Geld mit der Gießkanne verteilen, ist keine Lösung.“ Die Landesregierung hat sich mit ihrer Kulturkonzeption zur Aufgabe gemacht, die Kulturangebote im ländlichen Raum sinnvoll untereinander und mit den großen Zentren zu vernetzen, Kulturakteure professionell zu beraten, Kooperationen fördern und die Öffentlichkeitsarbeit für kulturelle Angebote unterstützen. Um diese Aufgabe zu gewährleisten, beauftragt die Landesregierung bestehende Einrichtungen, als Kulturknotenpunkte zu agieren. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte sich für die Region beworben und den Zuschlag erhalten. In Nordfriesland und Dithmarschen bestehen schon  Kulturknotenpunkte.

Der Kulturknotenpunkt sei für die Stiftung eine hohe Würdigung. Dies sagte Stiftungsratsvorsitzender Dr. Matthias Esche bei der Vergabe. Er war, wie auch Christel Happach-Kasan vom Stiftungs-Vorstand, bei Übergabe dabei. Ebenfalls Vorstandsmitglied und profunder Kenner der Kultur-Szene ist Jörg-Rüder Geschke. Er moderierte für die Stiftungsspitze (Klaus Schlie und Wolfgang Engelmannwaren terminlich verhindert) den Ministerinnenbesuch. Kreispräsident Meinhard Füllner hieß Anke Spoorendonk im Kreis willkommen. Auch er betonte die Vielfalt der Kulturaktivitäten in der Region, die im Lande einzigartig sei. Ein schönes Signal, wie basisorientiert die Stiftung mittlerweile vernetzt ist: Im Publikum waren Vertreter der ehrenamtlich agierenden Beiräte. Lebhaft und informativ beteiligten sie sich an der Diskussion über die neuen Chancen, die der Kulturknotenpunkt für die Region bringen wird. Dazu passte, was Vorstandsmitglied Geschke sagte: „Der Kulturknotenpunkt sei nicht nur eine Anforderung, sondern die übertragenen Aufgaben können mit Transparenz, Kommunikation und Pluralität weiter – wie schon in der Vergangenheit- belebt werden.“ Dabei spielt auch die neue Vernetzung mit dem Kreis Stormarn eine Rolle. Tanja Lütje ist Kreiskulturreferentin. Sie war bei der Kulturknotenpunkt-Vergabe in Mölln dabei und nutzte die Gremien, um Kontakte zu knüpfen.