Freude auf `s Dornröschen

Es gibt Märchen, die einen bitterbösen Kern haben. Denken wir nur an Hänsel und Gretel, Rumpelstilzchen, Frau Holle oder den Froschkönig. Gefangenschaft und Tod wurden darin literarisch ebenso verarbeitet, wie es immer auch ein glückliches Ende gab. Aus heutiger Sicht sind die Klassiker der Brüder Grimm grandiose Werbeträger, denn eine „Marke“, wie sie in der Sprache der PR-Aktivisten genannt werden, sind sie allemal.
Ein blumiger Spitzenreiter im großen Märchen-Atlas ist die Geschichte von Dornröschen. Alle Zutaten, die es aktuell auch bei TV-Seifenopern gibt, schuf das Duo Grimm bereits vor 200 Jahren: Romantische Zweisamkeit, Abenteuer und vor allem Rosen stehen an der Spitze. Der  Märchenklassiker wird gern als Synonym für romantische Abende, liebevolle Begegnungen und heiteren Farbenrausch genutzt.
Auch Kulturmanagerin Ilsabe von Bülow sprach unlängst von einem märchenhaften, ja wunderbaren Event, auf dass sie sich sehr freut: „Sie ist jetzt mein Dornröschen“, schmunzelte die charmante Hausherrin des Viehhauses von Gut Segrahn. Erstmals gab es ein Konzert im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik-Festivals in Gudow. Am Flügel war eine anmutige Schönheit, die virtuose Musikalität und Natürlichkeit vereinte. Pianistin Claire Huangci spielte u.a. eine Konzertsuite aus dem Ballett „Dornröschen“ von Peter Tschaikowsky.
Da mag man doch gern auf den rosaroten Blüten der Romantik wandeln, heutigen Dornröschen huldigen und dabei die feschen Prinzen nicht vergessen….

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