Kleine Bühne startet in neue Saison

Mit Daniel Kehlmanns Stück „Der Mentor“ eröffnet die Kleine Bühne Schwarzenbek am 1. Oktober 2015 die neue Theatersaison in Kooperation mit Altonaer Theater / Hamburger Kammerspielen. Vier Gastspiele und zwei Sonderveranstaltungen stehen bis April 20116 auf dem Programm.

Schwarzenbek – „Jeder von uns hat schon viele Lügen ehrlich gemeint“ wurde zu Daniel Kehlmanns Stück „Der Mentor“ geschrieben. Es geht darin um ein Kulturprojekt, in dem sich durch menschliche Befindlichkeiten einige Abgründe auftun. Im ersten Gastspiel der neuen Saison erwartet die Kleien Bühne im Festsaal des Rathauses die Schauspieler Peter Bongartz, Thomas Gimgel, René Heinersdorff und Vasiliki Roussi (Produktion: Theater an der Kö). Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 22,-, 23,- oder 24,- Euro. Karten gibt es wie gewohnt bei Tabak-Lange im Sky-Markt.
Der Plot: Einst war Benjamin Rubin (Peter Bongartz) ein berühmter Schriftsteller. Nun soll er einem jungen Autor bei einem geförderten Kulturprojekt als Mentor zur Seite stehen. Darauf hat er „keinen Bock“, aber er braucht das Geld. Martin Wegner (René Heinersdorff) wird bereits als „der Autor der jungen Generation“ gefeiert und soll sich trotzdem belehren lassen. Darauf hat auch er keine Lust, aber er braucht das Geld. Umsorgt von Herrn Wangenroth (Thomas Gimgel) von der Kulturstiftung haben die beiden nun eine Woche Zeit, um sich das Leben zu Hölle zu machen. Kann Gina, Wegners Frau (Vasiliki Roussi), die Wogen glätten? Oder ist sie das Öl im Feuer?
Spannende Frage bei diesem Stück: Will ein Künstler wirklich die Wahrheit über sich hören, egal wie diese lautet? Denn ein nach Bewunderung suchender Künstlers macht ihn jedem subjektiven Urteil gegenüber bis ins Innerste angreifbar. Kehlmann konfrontiert in „Der Mentor“ zwei Egomanen, die in ihrer Selbstsucht und Empfindlichkeit Antipathie und Faszination auslösen: Der Ältere besticht durch die radikale Verweigerung verordneter Meinungen und die unbeirrbare Lust an der ungeschönt ausgesprochenen Wahrheit. Der Jüngere stößt zum ersten Mal an seine Grenzen und ist gefordert, sich selbst und alles, was er für sicher hielt, in Zweifel zu ziehen. Wer letztendlich der bessere Schriftsteller ist, und wer das überhaupt bestimmen könnte, bleibt offen. Gemeinsam ist Kehlmanns Dichtern nur eines: Sie suchen ständig und sind sich iherer Qualität nie sicher.
Die weiteren Termine der Kleinen Bühne: 21. November 2015 „Die Judenbank“, 16. Februar 2016 „Forever Soul“, 12. März 2016 „Unsere Frauen“. Als Sonderveranstaltungen stehen am 18. Dezember 2015 „Der Weihnachtshasser“ sowie am 3. April 2016 eine Vorstellung der „Leipziger Pfeffermühle“ auf dem Programm. Der Vorverkauf für alle Aufführungen läuft über den Tabakshop Lange im Sky-Markt. Die Eintrittspreise liegen bei 22,- / 23,- 7 24,- Euro, für die Leipziger Pfeffermühle einheitlich bei 23,- Euro. Weitere Informationen sind erhältlich unterwww.schwarzenbek.de und über die Stadtverwaltung, Tel. 04151 / 881-132.