Gratulation! 20 Jahre Folkclub

Vorsitzende Christiane Engel nannte es eine Erfolgsgeschichte. Bei der Jubiläumsfeier mit Musik, Gesprächen und Emotionen erlebten über 70 Folkfans einen besonderen Vereinsgeburtstag.

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text und Fotos)
Mölln –  Ehrenamtliche Arbeit über einen so langen Zeitraum in einem kleinen Verein zu gestalten ist nicht nur eine große Aufgabe, sondern fordert von allen Aktiven enormen Teamgeist. Der war bei der ausgesprochen gelungenen Geburtstagsfeier im Festsaal des Stadthauptmannshofes zu spüren. Lob gab es von Möllns Bürgermeister Jan Wiegels für das langjährige Engagement. „Sie haben die Kulturarbeit in Mölln reicher gemacht.“
Nach den Brandanschlägen 1993 wollten Initiatoren ein Zeichen für mehr Toleranz setzen und gründeten den Folkclub, der nicht nur mit vielen Konzerten, sondern eben auch mit dem Folksfest überregional Furore machte. Vorsitzende Christiane Engel erinnerte in ihrer ebenso herzlichen wie informativen Eröffnung an die Anfänge und hieß neben vielen anderen langjährigen Mitstreitern auch den Gründer und Ideengeber von damals, Manfred Kerl, willkommen, er war mit Ehefrau Dagmar aus dem Sauerland angereist und spielte in der Gruppe Danzfolk (wie in alten Zeiten) auf.
Amüsante, anrührende, witzige und ausgesprochen heitere Beiträge steuerten die Musiker Hermann Hansen, Klaus Irmscher, Folkzz mit Matthias Lage und Lorenz Stellmacher mit Mitgliedern des „Spielkreises“ im Programm bei. Fest im anspruchsvollen Programm des Folkclubs stehen die beliebten Tanzabende. Auch nach den musikalischen Beiträgen, die Stellmacher mit viel Witz und Zauberei moderierte, tanzten die Gäste unter Anleitung alte Volkstänze in einem neuen Arrangement.
Gab es vor 20 Jahren noch ein eher selbstgestricktes, regionales Programm, so steigerten sich die Angebote ständig. Die Bandnamen in den Jahresprogrammen lesen sich seit geraumer Zeit wie die Crème de la Crème der Folk- und Weltmusik-Szene Deutschlands. Viele renommierte Musiker aus der nationalen und internationalen Szene waren schon in den Clubräumen am Lohgerbergang oder im Festsaal des Stadthauptmannshof. Öfter staunten die Profis über das versierte und "folkmusikerfahrene" Publikum und sparten nicht mit Komplimenten.

„Es geht oft sehr familiär zu, denn wir bieten den Künstlern einen Wohlfühlrahmen“, so Vorsitzende Engel, die ein Faible für Tanzabende und für afrikanische Rhythmen hat. Mit ihrem Vize-Vorsitzenden Uwe Thomsen, einem renommierten Geiger, der seit vielen Jahren in Gruppen wie Danzfolk und aktuell auch bei Saitenbalg (nächster Termin: 6.Dezember, Viehhaus) aufspielt, bildet die Möllnerin die engagierte Vereinsspitze.
Dazu kommen viele Mitstreiter, die hinter den Kulissen agieren und das Gesamtkunstwerk Folkclub seit zwei Jahrzehnten so außerordentlich beliebt machen.
Mit Jörg Geschke, einer zentralen Figur vor allem für die Folksfeste und hochklassigen Konzertangebote, rundet sich das Team des Folkclubs. Er ist für die guten Kooperationen mit dem DeutschlandRadio und der Stiftung Herzogtum Lauenburg seit vielen Jahren ein Erfolgsgarant.
Fast wie eine Erkennungsmelodie oder das heimliche Credo der Szene, schmetterten die Mitglieder der Gruppe Danzfolk einen Song, der alle Gäste berührte und zum Mitsingen einlud: „Ob jung oder alt das Paradies ist noch weit entfernt, denn das Leben bleibt immer ne` Polka wert….“

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