Immaterielles Kulturerbe

Was haben Brot und Posaunenchöre gemeinsam? Beide sind „immaterielles Kulturerbe“. Wie etwas dazu wird – darüber kann man sich am 11. März in Kiel informieren.

Kiel – Mit einer Informationsveranstaltung am Samstag, 11. März 2017, eröffnen das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, der Schleswig-Holsteinische Heimatbund und der Deutschen UNESCO-Kommission die dritte Bewerbungsrunde um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Die Veranstaltung im Literaturhaus Schleswig-Holstein am Schwanenweg 13 in Kiel beginnt um 10.30 Uhr und dauert etwa bis 15 Uhr. Eingeladen sind Bewerber und Interessierte, die Genaue(re)s über das Themenfeld und das Bewerbungsverfahren wissen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung bis zum 6. März 2017 unter marion.schwarz@jumi.landsh.de wird gebeten.

Detaillierte Informationen und das Programm stehen im Internet zur Verfügung unter  http://www.unesco.de/kultur/2017/infoveranstaltung-zum-immateriellen-kulturerbe.html. Inhalte und Ziele des UNESCO-Übereinkommens werden bei dem Treffen ebenso vorgestellt wie Teilhabemöglichkeiten und das Anmeldeverfahren zur Aufnahme ins bundesweite Verzeichnis. Wie das Ministerium bekannt gab, erklären Experten und Akteure aus der Praxis anhand von erfolgreichen Beispielen, wie sich der Weg von der Idee bis zur Einreichung der vollständigen Bewerbung gestaltet. Sie schildern Erfahrungen aus dem Prozess und nach der Anerkennung von Kulturformen als Immaterielles Kulturerbe. Abschließend sollen im Rahmen einer Podiumsdiskussion Erfahrungen aus den bisherigen Bewerbungsverfahren erörtert.

2013 ist die Bundesrepublik Deutschland dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Seither werden „im Rahmen einer partizipativen Bestandsaufnahme“ (die Leute sollen sich selbst melden) deutschlandweit kreative, lebendige kulturelle Ausdrucksformen gesucht, die ihren Praktizierenden ein Gefühl von Identität und Kontinuität vermitteln. Dazu zählen etwa mündliche Überlieferungen, Bräuche und Feste, darstellende Künste, Wissen und traditionelle handwerkliche Fertigkeiten. Gruppen, Gemeinschaften oder Einzelpersonen, die Träger und Praktizierende solcher kultureller Ausdrucksformen sind, können sich vom 1. April bis 30. Oktober 2017 nun zum dritten Mal um die Aufnahme bewerben. Das Verzeichnis mit zurzeit 69 Einträgen und vier „Beispielen guter Praxis“ soll die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Deutschland sichtbar machen.

Vielleicht wissen Sie noch gar nicht, dass Sie bereits ein immaterielles Kulturerbe praktizieren oder regelmäßig damit zu tun haben – schauen Sie mal auf de Website http://www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe.html nach. Ein Besuch ist ebenso aufschlussreich wie unterhaltsam …

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