Schiebes nächste Uraufführung

Friedhelm Schiebe freut sich auf die Uraufführung seiner Kantate „Quanta Gratia“. / Foto: Neinass

Am 4. März wird die Choralkantate „Quanta Gratia“ in der Aumühler Kirche uraufgeführt. Friedemann Schiebe hat sie komponiert.

Friedhelm Schiebe freut sich auf die Uraufführung seiner Kantate „Quanta Gratia“. / Foto: Neinass

Aumühle – Sowohl für den Komponisten als auch für den Veranstalter ist es ein besonderes Ereignis, wenn ein Werk uraufgeführt wird. Das wird auch am 4. März 2017 zutreffen, wenn Friedemann Schiebe sein neues Werk der Öffentlichkeit vorstellt: eine Choralkantate für Solosopran, Klarinette, Chor und Orgel, gemeinsam präsentiert mit der Kantorei Aumühle (18 Uhr, Eintritt 12,- Euro). Er selber wird die Beckerath-Orgel spielen.

Vor einem Jahr wurde Schiebe gebeten, aus Anlass des Reformationsjubiläums eine Kantate zu schreiben. Sie sollte mit Luthers wegweisender Entdeckung „Allein aus Gnade“ ( lat. sola gratia) zu tun haben. Dabei geht es um das Geschenk der Gnade als große Befreiung aus den vergeblichen Anstrengungen, aus eigener Kraft ein begnadetes Leben zu erlangen. Für den Kirchenmusiker lag es nahe, im ersten Teil einen Choral zu wählen, bei dem sowohl der Text als auch die Melodie von Martin Luther stammen. „Sein Lied nach dem 130. Psalm ‚Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir‘, zeichnet eindrucksvoll Luthers Weg nach, den er selbst aus tiefer Not bis zur rettenden Entdeckung der bedingungslosen Barmherzigkeit Gottes gegangen ist“, erklärt der Komponist seinen Ansatz. Bei der Suche nach einem geeigneten Titel für die Kantate fand er in dem fröhlichen deutsch-lateinischen Weihnachtslied „In dulci jubilo“ den Jubelruf „O, welch große Gnad!“ (lat. „quanta gratia!“). So ließ Friedemann Schiebe dann im zweiten Teil mit weiteren Liedern aus unterschiedlichen Zeiten Freude und Dank für diese große Gnade zum Ausdruck kommen: „Quanta Gratia“ hält alles zusammen.

36 Jahre, von 1969 bis 2005, war Friedemann Schiebe Organist und Kirchenmusiker in Aumühle. Aufgrund seiner großen Verdienste wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Sein Ziel war es stets, die Menschen an die Musik heranzubringen und sie dafür zu begeistern. Nach seiner Pensionierung stand bei ihm nicht mehr die Orgel im Mittelpunkt. So blieb mehr Zeit für das Komponieren.

Lothar Neinass

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