Blechbläser am See

29 junge Bläser übten am See in Ratzeburg. Foto:Niemann

29 junge Bläser übten am See in Ratzeburg.
Foto:Niemann

Da war „Musike drin“: 29 junge Nachwuchsbläser aus der Region übten Trompete, Posaune und Co. am See in der Jugendherberge.

Ratzeburg – Sieben Posaunenchöre gibt es in der Propstei Lübeck und zehn in der Propstei Lauenburg – und wie viele Chöre brauchen auch die Posaunenbläser Nachwuchs. Um diesen „zu sichern“ wird alle zwei Jahre ein so genanntes Jungbläserwochenende veranstaltet, auf dem junge und jugendliche an Blechblasinstrumenten Interessierte das Instrument ausprobieren oder ihr bisheriges Wissen vertiefen können. So wie am vorigen Wochenende in der Jugendherberge in Ratzeburg. Geübt wurde an der Posaune, Trompete, Tenorhorn und Tuba.

„29 Bläserinnen und Bläser ab acht Jahren waren mit dabei. Sie wurden von sechs Ausbildern, darunter Landesposaunenwart Daniel Rau, unterrichtet“, berichtet Dennis Bischoff, Kirchenmusiker an St. Matthäi in Lübeck und Beauftragter des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg für die Jungbläser.
„Erste Töne wurden gespielt, bestehende Grundlagen ausgebaut und die Lust am Instrument entdeckt. Unser Ziel ist es, dass die Jungbläser nach dem Wochenende so motiviert sind, dass sie die Posaune zu Hause von selbst in die Hand nehmen“. Auch das Üben von Atemtechniken, Unternehmungen und das gesellige Beisammensein gehörten zu den drei musikalischen Tagen.
„Das Wochenende wurde mit einem Gottesdienst am Sonntagmorgen in der St. Petrikirche Ratzeburg beendet. Ziel war, dass jeder Jungbläser mindestens ein Stück in dem Gottesdienst mitspielen kann“, so Frauke Weißleder, ehrenamtliche Posaunenbeauftragte für die Propstei Lauenburg.

Landesposaunenwart Daniel Rau lobte die gute Bläserarbeit im Kirchenkreis: „Hier wird kontinuierlich gute Arbeit geleistet“. Insgesamt kümmern sich drei Landesposaunenwarte um die Bläserinnen und Bläser in der gesamten Nordkirche. „Jungbläserwochenenden werden regelmäßig direkt in den Kirchenkreisen organisiert, um die Kinder in ihrer Heimatregion zu unterrichten“, so Rau.

Wer lernen möchte, Posaune zu spielen, muss noch keine Noten lesen können. „Das lernen die Bläser, während sie spielen“, sagt Bischoff. Für den 28-Jährigen steht Jungbläserwerbung ganz oben auf der Prioritätenliste: „Die Posaunenchöre werden nicht jünger. Wir brauchen Nachwuchs für die Zukunft der Posaunenchöre“.

Wer Interesse an dem Instrument hat, kann sich bei Dennis Bischoff, E-Mail: dbischoff@kirche-ll.de, oder Frauke Weißleder, fweissleder@gmx, melden.

Die Posaunenchöre im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg sind Mitglied in der Posaunenmission Hamburg-Schleswig-Holstein, ein Werk der Nordkirche, und sind im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e. V. organisiert. Im Gebiet der Nordkirche sind rund 4.000 Bläserinnen und Bläser in über 240 Posaunenchöre aktiv.

Text und Bild: Steffi Niemann

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