„Werk.Gaben“ von A bis Y

Das Einladungsmotiv zur Ausstellung „Werk.Gaben“ zeigt Musik. / Bild: © Tobias Klich, Filmstill aus Cheng-Wen Chen »Libra«, 2014

Am 1. April eröffnet das Lauenburger Künstlerhaus die erste große Ausstellung mit „Werk.Gaben“ früherer Stipendiaten aus der Sammlung der Stadtgalerie.

Lauenburg – 28 zeitgenössische bildende Künstler, Schriftsteller und Komponisten/Musiker werden mit ihren Arbeiten in der Schau vertreten sein. Marita Landgraf, die künstlerische Leiterin des Hauses, hat die Ausstellung kuratiert. Eröffnet wird sie mit einer öffentlichen Vernissage um 17 Uhr. Bis zum 31. Mai können Besucher sich einen Eindruck von den ersten Künstlerwerken verschaffen, die 30 Stipendiaten-Generationen als Dank für ihr Residenzstipendium in Lauenburg übergeben haben. Marita Landgraf und Vereinschefin Ulrike Mechau-Krasemann führen in die Besucher in die Schau und ihren Hintergrund ein.

Das Einladungsmotiv zur Ausstellung „Werk.Gaben“ zeigt Musik. / Bild: © Tobias Klich, Filmstill aus Cheng-Wen Chen »Libra«, 2014

Kunst von A(ngstenberger)
bis Y(ang)

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von bisher 150 Arbeiten aus der Sammlung der Stadtgalerie Lauenburg. Zu sehen, hören, lesen und erleben sind die Gaben von Nándor Angstenberger, Thomas Behling, Cheng-Wen Chen, Udo Dettmann, Janine Eggert, gagel, Göran Gnaudschun, Anna Lena Grau, Jan Groh, Alexander Häusser, Dagrun Hintze, Akane Kimbara, Tobias Klich, Jan Kromke, Uschi Koch, Oh-seok Kwon, Almut Middel, Abel Paúl, Katrin Pieczonka, Stéphane Querrec, Carolin Schreier, Nana Schulz, Franziska Stubenrauch, Eva Schwimmer, Maren Theel, Sandy Volz, Günter Westphal und Eunyeon Yang. Kuratorin Landgraf will mit ihrer Zusammenstellung nicht nur das breite Spektrum der geförderten Künste deutlich machen. Sie will auch zeigen, welche Themen die Stipendiaten immer wieder aufs Neue beschäftigen: Elbe und Naturerfahrung, Technik, Schifffahrt und Werft, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und Selbst. „Die Abgeschiedenheit des Künstlerhauses und die Möglichkeit zum konzentrierten Arbeiten tritt in den Werken auf unterschiedliche Weise zu Tage“, hat Landgraf festgestellt.

Thomas Behling, Fütter mich, 2009, Collage, diverse Materialien, 39 x 30 cm

Die Eingliederung der Kunstsammlung in die Stadtgalerie Lauenburg erfolgte 2011 mit deren Gründung durch den Trägerverein Künstlerhaus Lauenburg/ Elbe e.V. Ziel war es, eine dauerhafte Präsentation der Werkgaben zu ermöglichen. Ein Vorhaben, das bisher nicht umgesetzt werden konnte, weil einerseits die finanziellen Mittel fehlten und andererseits die provisorischen Räumlichkeiten der Stadtgalerie dies aus konservatorischen Gründen nicht zuließ. Neue Fördermittel ermöglichen jetzt eine Präsentation in Form von Ausstellungen und die digitale Darstellung der Werke auf der Homepage des Künstlerhauses (wir berichteten). „Damit wird das Schaffen der Stipendiatinnen und Stipendiaten wie auch des Künstlerhauses langfristig dokumentiert und für die Öffentlichkeit uneingeschränkt einsehbar“, so Marita Landgraf. Sie wird dafür sorgen, dass im Anschluss an die Schau alle Werkgaben – untergebracht im Künstlerhaus und in den Räumen der Stadtverwaltung – systematisch digitalisiert und in die Online-Artothek eingestellt werden. Die Ausstellung im Künstlerhaus an der Elbstraße 54 kann montags und dienstags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Fünf Milllionen Förderung für Kunst und Kultur in Lauenburg

Akane Kimbara, o.T., 2010, Zeichnung auf Papier

Auch die grundsätzliche Perspektive für das Künstlerhaus hat sich inzwischen verbessert: Das Land hat für das gemeinsame Tourismusprojekt der Stadt Lauenburg und des Künstlerhauses zur Förderung von Kunst und Kultur stattliche fünf Millionen Euro Fördermittel avisiert. Im wesentlichen geht es um eine neue Stadtgalerie für Lauenburg, die verstärkte öffentliche Nutzung des Schlosses und eine Sammlung von Skulpturen der in Lauenburg gebürtigen Künstlerin Edith Breckwoldt.

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