Frühjahrsausstellung mit Malerei und Keramik

Werke von Volker Krieger und Martin Lichtmann sind in der Ausstellung „Expressionistische Malerei trifft keramische Plastik“ im Stadthauptmannshof bis zum 9. April ausgestellt.

Mölln – Es war ein regnerischer Sonntag im März. Der Frühling zeigte sich zwar von der ungemütlichen Seite, doch für Kunstfreunde ist kein Weg zu weit, wenn sinnenfrohe Überraschungen locken: Beispielsweise bei einem spannungsreichen Vernissage-Besuch. Über 50 Gäste fanden den Weg in den Festsaal des lichthellen Medaillongebäudes in der Altstadt von Mölln.

Ebenso heiter wie informativ gelang Professor Krieger die Einführung in seine Arbeit.

Mit einer ebenso heiteren wie informativen Eröffnung gelang den engagierten Mitgliedern des Kunst-Beirats der Stiftung Herzogtum Lauenburg die erste Werkschau im neuen Jahr prächtig. Locker, heiter und mit Gespür für einen musikalischen Klangteppich, der die Seherlebnisse beförderte, begleitete Christina Sophie Meier am Klavier die Vernissage.

Grüße der Stiftung überbrachte Stiftungsratsvorsitzender Hubertus Eichblatt und für den Beirat hieß Sprecher Stefan Kruse die Gäste willkommen. Bewusst verzichteten die Künstler auf einen Laudator. Professor Volker Krieger (Jahrgang 1943) und Martin Lichtmann (Jahrgang 1956), der in Kaiserslautern lebt, aber an der Ostsee geboren wurde, erzählten in ihren Einführungen nicht nur in verständlicher Form, sondern auch in schöner Farbigkeit, aus ihrem Künstlerleben.

(v.l.) Martin Lichtmann, Antje Ladiges-Specht, Stefan Kruse und Volker Krieger.

Völlig neue Aspekte in den Bildern – beispielsweise von seinen Chinareisen –  erkannten Betrachter so deutlich in Kriegers Malerei. Sie hat ihre Wurzeln im Expressionismus. Seit Jahren verwendet er für seine Arbeiten sehr fein pigmentierte Tinten auf speziellem Papier.

Eine kolossale Tiefenwirkung ermöglicht diese meisterlich-brillante Technik. Ihm gelingt es so, die außergewöhnlichen Lichteffekte, beispielsweise in seinem Domizil am Schaalsee, in seinen schillernden Motiven festzuhalten. Einen starken Kontrast zur bezaubernden Farbigkeit von Kriegers Arbeiten, bildeten die Plastiken von Martin Lichtmann. Die beiden Künstler lernten sich bei einer Ausstellung in Zarrentin kennen und schätzen.

Im Festsaal stehen auf den hellen Stelen abstrakte Plastiken, die zunächst schroff wirken. Betrachter sollten sich jedoch mit den aus schwarzem, braunem und grauem Ton geformten Arbeiten beschäftigen. Es lohnt sich.

Pianistin Christina Sophie Meier.

Wie Keramiker Lichtmann in seiner Einführung sagte, beziehen sie sich zum einen auf Entwicklungsstufen, die der Mensch durchlebt hat. Zum anderen werden Themen wie die Vergänglichkeit der Dinge in Verbindung mit Zeitmomenten verdeutlicht. In seinen durchlässigen Objekten zeigt er, was Luft, Land und Wasser mit menschlicher Schöpferkraft hervorbringen kann.

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Künstler Volker Krieger, der auch Mitglied im Kunstbeirat der Stiftung ist, wird Besucher durch die Werkschau, die noch bis zum 9. April geöffnet hat, führen. Der Eintritt ist frei.

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text/Fotos)

 

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