„Himmlisches“ im Domkloster

Regisseurin Maren Lubenow. Foto: Gerkens-Harmann

Präsentation mit dem Hausherren Domprobst Reuß und den Vertretern der Sponsoren: Stadt Ratzeburg: Florian Baier.Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg: Anne Wohlfahrt. Seniorenresidenz: Eckhard Neitzel.Theater-Chef Gösta Harbs und Regisseurin Maren Lubenow. Neitzel steht auch für Organisation und Durchführung des Projektes.

Pralles Open-Air-Theater wird es im Sommer im Klosterinnenhof des Domes zu Ratzeburg geben. Am 15. August ist Premiere von „Wie im Himmel“.
 
Ratzeburg – Gösta Harbs, Theaterdirektor des kleinen Privat-Theaters in Neu Horst, sieht gespannt in die Theatersaison: „Es wird wieder eine Open-Air-Theateraufführung im Sommer im Ratzeburger Domhof geben.“ Das Ensemble Cumpaney sowie einige Chöre aus der Region bringen die Theaterfassung „Wie im Himmel“ nach dem schwedischen Film von Kay Pollak zur Aufführung.

Unter der Regie des Theaters im Stall wurden bereits 2008, 2011 und 2014 die Stücke „Hexenjagd“, „Glöckner von Notre Dame“ und „Ein Sommernachtstraum“ im Domhof aufgeführt. Die Truppe um Harbs hat also schon einige Erfahrung und kennt sich mit den Anforderungen aus. Vom 15. bis zum 27. August gibt es abends ab 20.30 Uhr die Aufführungen.

300 Plätze stehen dann immer zur Verfügung. Die gesamte Technik stellt das Theater im Stall, ebenso die Tribünen und das Stall-Team zeichnet auch für die Organisation und die schauspielerische sowie musikalische Leitung verantwortlich. Ein Großprojekt, das von den theaterbegeisterten Machern komplett ehrenamtlich gestemmt wird – übrigens, wie in den letzten neun Jahren auch.

Führte vor drei Jahren Jörn Bansemer Regie, so wird im Sommer Maren Lubenow, ebenfalls eine der renommierten Mimen aus dem Ensemble, die Leitung inne haben. Doch nicht nur der Regiestuhl ist passend für die engagierte Schauspielerin: Auch als fantasievolle Dramaturgin und Drehbuchschreiberin hat sich Lubenow in bisher acht Regiearbeiten einen Namen gemacht. So schrieb sie aktuell nun das Film-Drehbuch um, damit es eine – für das Ensemble und die besonderen Örtlichkeiten im Klosterinnenhof spielbare- Theaterfassung geben kann.

Lubenow: „Es ist ein ruhiger Stoff, der melancholisch ist. Wie im Film, wird es viel Musik geben. Verschiedene Chöre treten auf. Gern können sich Chöre aus der Region im Theater im Stall melden, um mitzumachen.“

Der Zeitpunkt für das Theater-Vergnügen wurde in den August gelegt, weil im Kirchturm des Doms, erneut ein Uhu-Paar das Brutgeschäft aufgenommen hat. Ab Mitte August sind die Jungvögel flügge, sodass das himmlische Treiben zu keinen Irritationen der seltenen Groß-Eulen (hoffentlich) führen wird.

Die Vorbereitungen laufen an, erste Proben in der Aula der Ratzeburger Realschule werden ab Ostern geplant. 22 Schauspieler gehören neben den Chorsängern zum Ensemble. Die Open-Air-Inszenierung wird unterstützt von der Kreissparkasse, der Stadt Ratzeburg, der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Seniorenresidenz St. Petri sowie der Dom-Kirchengemeinde.

Regisseurin Maren Lubenow.
Foto: Gerkens-Harmann

Worum geht es in „Wie im Himmel“?

Das Musikfilm-Drama aus dem Jahr 2004 vom Regisseur Kay Pollak mit Michael Nyqvist in der Hauptrolle, ist für das Theater schon oft adaptiert worden. Ein grandioses Schauspiel mit Musik, das die großen Themen wie Liebe, Missgunst aber auch die Sehnsucht nach einer heilen Welt beinhaltet. „Wie im Himmel“ geht ans Eingemachte, behandelt Dummheit, Eifersucht, Angst, Macht, Ohnmacht und die seelischen Verletzungen der Menschen. Im Film sagt der Protagonist: „Musik ist entweder ein Ausdruck von Liebe oder ein Flehen um Liebe – er will mit Musik „verwundete Herzen heilen“.

Karten können ab dem 2. Mai beim Theater im Stall (www.theater-im-stall.de 18 /15 Euro) bestellt werden. Die Buchhandlung Weber in Mölln und Ratzeburg verkauft ebenfalls Karten.

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