Passion und Ostern im Ratzeburger Dom

Dom zu Ratzeburg. "Lettnerkreuz". Foto: Privat

Dom zu Ratzeburg. „Lettnerkreuz“.
Foto: Privat

Ganz im Zeichen der Kirchenmusik steht der Ratzeburger Dom am Karfreitag, 14. April (15 Uhr). Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber kommen zur Aufführung.

Ratzeburg – Im Dom erklingt wie in jedem Jahr zur Sterbestunde Jesu ein Passionskonzert. In diesem Jahr ist am Karfreitag die Kirchenmusik „Der schmerzhafte Rosenkranz“ (Sonaten VI-X) und die Passacaglia g-Moll aus den Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber geplant. Der süddeutsch-österreichische Barockkomponist Biber gibt in seinem sechzehnteiligen Zyklus der sogenannten Rosenkranz- oder Mysteriensonaten der Passion Jesu weiten Raum: Jesus, der Blut schwitzte, der gegeißelt und mit Dornen gekrönt wurde, der sein Kreuz trug, ließ sein Leben für uns am Kreuz. Jede Sonate verlangt einen besonderen Klangcharakter durch individuelle Skordatur der Solovioline, d. h. die Stimmung der einzelnen Saiten wird jeweils von Werk zu Werk verändert. Die Hamburger Violinsolistin Annegret Siedel verwendet hierzu sechs verschiedene wertvolle Instrumente der Barockzeit und wird von Anna Reisener aus Bremen (Violoncello/Viola da gamba) und Domorganist Christian Skobowsky begleitet. Karten sind in der Buchhandlung Weber und an der Tageskasse ab 14:15 Uhr erhältlich(nummerierte Plätze zu 10/erm. 5 Euro.)

Nachdem am „Stillen Samstag“ jede Kirchenmusik schweigt, stimmen in der Frühe des Ostersonntags am 16. April um 5:30 Uhr Mitglieder des Ratzeburger Domchores die Feier der Osternacht an. Während im Verlauf der österlichen Liturgie im Dunkel der Kirche nach und nach Kerzen entzündet werden, kündet auch das durch die Fenster der Apsis in den Dom hereinfallende Licht des Sonnenaufgangs von der Freude der Auferstehung Christi.

Vorschau: Samstag, 22. April (18 Uhr): Heimat – Konzert für Chor und Klavier. Franz-Schubert-Chor Hamburg. Valeria Stab (Klavier).Leitung: Christiane Hrasky.

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