„Erinnern und Vergessen“

Vor einer großformatigen Fotografie der Künstlerin stehen Michael Stark, Geschäftsführer der Röpersberg-Gruppe, Museumsleiter Michael Packheiser, Ria Henning-Lohmann, SWR-Veranstaltungsleiterin Petra Hagen, Bürgervorsteher Ottfried Feußner und Polizeirat Olaf Sacherer, stellvertretender Abteilungsführer der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg (v.li.).

(v.l.)Michael Stark, Geschäftsführer der Röpersberg-Gruppe, Museumsleiter Michael Packheiser, Ria Henning-Lohmann, Petra Hagen, Bürgervorsteher Ottfried Feußner und Polizeirat Olaf Sacherer.

Ria Henning-Lohmann hat die Schönheit der lauenburgischen Landschaft in das Foyer des Senioren-Wohnsitzes Ratzeburg (SWR) getragen. Hier zeigt sie rund 35 Fotografien im Rahmen der Ausstellung „Erinnern und Vergessen“

Ratzeburg – Für die neue Ausstellung hat die Fotografin Arbeiten ausgesucht, die sich auf vielschichtige Weise mit dem Thema „Erinnern und Vergessen“ beschäftigen. Das kann der leuchtend rot blühende Mohn sein, der einst als Zauberpflanze galt, die den Schmerz vergessen lässt, oder aber ein großer Baum als Zeuge alter Zeiten. Dazu kommt als immer wiederkehrendes Motiv die sich selbst erneuernde Natur als Ort der Einkehr und Stille.

Bewusst hat Ria Henning-Lohmann nicht alle Bilder mit einem Titel versehen. „Lassen Sie sich auf eine Zwiesprache mit ihnen ein“, riet sie den Besuchern der Vernissage und gab einen Einblick in ihre Arbeitsweise. Auch für die Qualität einer Fotographie zähle die Intensität der Auseinandersetzung mit dem Thema – genau wie in der Malerei, so die Künstlerin. Die Bildauffassung, die Idee zum Bild sowie der Blick und die Erfahrung des Fotografen seien entscheidend.

Auch wenn Ria Henning-Lohmanns Fotografien mithilfe moderner Fototechnik entstehen, wirken sie wie aus einer anderen Epoche. „Die Aufnahmen sind Ausdruck einer erhabenen Ruhe“, erklärte Michael Packheiser, Museumsleiter aus Mölln, in seiner Einführung. Eine solche Ruhe könne man in dieser Landschaft wirklich finden – trotz aller Gegenwärtigkeit der Moderne. Ria Henning-Lohmanns Fotografien seien, so Packheiser, aufmerksam beobachtete Momentaufnahmen, die – obwohl scheinbar zeitlos – häufig doch nur für einen kurzen Moment auftauchen.

Die gebürtige Hamburgerin Ria Henning-Lohmann zog vor einigen Jahren an den Schaalsee nach Groß Zecher. Die Schönheit dieser Landschaft faszinierte die Grafikerin und Fotografin derart, dass im Laufe der Jahre eine Vielzahl von eindrucksvollen Fotografien entstand. Drei großformatige Arbeiten – der Blick auf die Ratzeburger Domhalbinsel sowie zwei Landschaftsaufnahmen – wurden im Rahmen der Vernissage enthüllt. Sie sollen über das Ende der Ausstellung hinaus im SWR-Foyer bleiben. Damit werde das Herzogtum Lauenburg als Region im SWR noch präsenter, erklärte Geschäftsführer Michael Stark in seiner Begrüßung.

Die Ausstellung bleibt bis zum 27. April im Foyer des Senioren-Wohnsitzes Ratzeburg. Geöffnet ist täglich bei freiem Eintritt.

 

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