Träume, Tänze, Kostbarkeiten

Am Freitag ist der argentinische Pianist Leopoldo Lipstein zu Gast im SWR. / Foto: Lipstein

Zwei erstklassige Konzerte im Senioren-Wohnsitz Ratzeburg: Am 23. April gastiert das DuoSchlagWind mit „Träumen und Tänzen“, am 28. April serviert der Pianist Leopoldo Lipstein „Kostbarkeiten der Klaviermusik“.

Am Sonntag kommen Frank Hiesler und Ebba-Maria Künning mit Träumen und Tänzen. / Foto: DuoSchlagWind

Ratzeburg – Das DuoSchlagwind mit Ebba-Maria Künning (Blockflöten) und Frank Hiesler (Vibraphon, Marimba, Percussion) kommt bereits zum 5. Mal in den im Senioren-Wohnsitz Ratzeburg /SWR). In ihrem neuen Programm „Träume und Tänze“ verbinden die Musiker wieder Kompositionen aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen so miteinander, dass ein spannender und abwechslungsreicher Nachmittag zu erwarten ist. Das Konzert am 23. April beginnt um 16 Uhr.

Nach einer lebendigen Renaissance-Suite und dem bekannten „Siciliano“ aus einem Cembalokonzert von J.S. Bach führt Frank Hiesler mit zwei jazzigen Solostücken am Vibraphon zu dem virtuosen „The Bird and Donkey“ für Blockflöte von Pete Rose. „The Dreamer“ von Wolfgang Schlüter lässt die vorherige Musik „nachklingen“; ein Marimbasolo des brasilianischen Komponisten N. Rosauro bereitet den Raum für zwei unterschiedliche Tangos von Astor Piazzolla. Die berühmte Gymnopädie Nr.1 von Eric Satie lädt zum „Tagräumen“ ein. Es folgt eine Komposition mit Variationen über ein Thema, die ursprünglich für eine im Spazierstock versteckte Flöte geschrieben wurde, damit der Herr die Dame beim gemeinsamen Spaziergang mit einem Ständchen „spontan“ beeindrucken konnte. Nach dem wuchtigen Mittelaltertanz „Tre Fontane“ beschließt das Duo sein Konzert mit einer zarten Komposition von W. A. Mozart. Wie gewohnt führen Ebba-Maria Künning und Frank Hiesler wieder humorvoll und informativ durch das Programm.

Highlight am Flügel

Am Freitag ist der argentinische Pianist Leopoldo Lipstein zu Gast im SWR. / Foto: Lipstein

Zum zweiten Mal gastiert der Pianist Leopoldo Lipstein am 28. April im SWR (Beginn 19 Uhr). Er eröffnet sein Programm mit einer heiteren Mozart-Sonate, gefolgt von einer der schönsten Polonaisen Chopins. Zum Abschluss erklingen einige selten gespielte spanische Tänze von Isaac Albéniz. Die Interpretationskunst des argentinischen Pianisten gehört zu den bemerkenswertesten der Gegenwart. Behutsam und unmerklich treten Selbstverständlichkeiten wie perfekte Technik und Stilgefühl, Professionalität und musikalische Intelligenz in den Dienst einer sensiblen und liebevollen Poesie.

1960 geboren, bereiste Lipstein er als Wunderkind ganz Südamerika. Mit 17 Jahren gewann er den ersten Preis des Nationalen Argentinischen Klavierwettbewerbs. Seine wichtigsten Lehrer waren Marcello Tomassini in Argentinien und Pavel Gililov in Deutschland. Lipstein hat Aufnahmen für den bayrischen Rundfunk und den Südwestfunk gemacht und bei Radio Buenos Aires Beethovens 3. Klavierkonzert eingespielt. Er gibt Solo-Konzerte in Deutschland, USA, Japan und Südamerika und hat bereits diverse Solo CDs und zwei mit Kammermusik (Saxophon und Geige) eingespielt. Leopoldo Lipstein unterrichtet er an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

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