Märchenhafte Landschafts-Fotografie

Goldene Uferzonen an federleichten Schilf-Ornamenten.

Der Auftakt der Reihe „Kultur und Natur“  in der „Alten Schule“ in Klein Zecher gelang erfolgreich mit über 70 Besuchern.

Klein Zecher – „Ich will nicht pädagogisch wirken“ und „wer stehen bleibt in der Natur, der sieht auch die kleinen Dinge ganz groß“. Volker Krieger, Kunst-Professor, Maler und Fotograf, sagte dies zum Auftakt in der beliebten Vortragsreihe in der „Alten Schule“ in Klein Zecher. Vor über 70 Besuchern stellte er rund 100 meisterhafte Landschaftsfotografien vor.

Die farbintensiven Motive, oft wie Gemälde wirkend, entstanden in den letzten 15 Jahren im Schaalseegebiet. Es ist die Wahl-Heimat des Hamburgers, der jetzt auf der Stintenburg in Mecklenburg-Vorpommern wohnt.

Alle Jahreszeiten fing Krieger mit seinen außergewöhnlichen Fotografien ein. Bepackt mit einer speziellen Kamera und mit Stativen sowie begleitet von seinem Hund Oskar, erkundetet Krieger die ursprüngliche Landschaft am See und in den tiefen Wäldern. „Ich bin gar nicht oft vom Wege abgewichen, sondern schon wenige Schritte in den Wald hinein, ergeben sich völlig neue Motive“, schwärmte der Künstler bei seinem Vortrag. Locker, familiär und die technischen (Beamer)Hürden, munter überspielend, erzählte er von seinen Exkursionen.
Die oft so traumhaft schönen Bilder wirkten auf der Leinwand im XXL-Format besonders eindringlich. Begeistertes Raunen ging durch die Stuhlreihen, wenn beispielsweise ungewöhnliche Kompositionen aus Licht und Wasser, scheinbar eine Spezialität des Künstlers, als perfekt komponiertes Werk zu sehen war.

„Ich fotografiere eigentlich keine Tiere und keine Sonnenuntergänge“, so Krieger. Doch auf Wunsch eines Freundes, fing er eine abendliche Sommerstimmung mit einer sonnengelben Wasserlandschaft ein und erfreute seine Zuschauer auch gleich noch mit zwei herrlichen Tiermotiven: Einen Kormoran mit weit geöffneten Schwingen in einer unwirklichen Winterlandschaft und einen weißen Schwan im grauen Nebel, der wie aus einem Märchenbuch wirkte.

Rosa Wolken im Spiegelbild.

Hausherrin und Künstlerin Antje Ladiges-Specht hieß die Besucher zum Auftakt ihrer kleinen und feinen Reihe in der „Alten Schule“ willkommen. Um die Arbeit des Biosphären-Reservates am Schaalsee zu unterstützen, verzichtete Volker Krieger auf ein Honorar und bat um Spenden. Über 150 Euro freuten Ladiges-Specht und der Künstler sich nach der kostenfreien Veranstaltung. Mit der Spende wird die erfolgreiche Arbeit in den (Ur)-Wäldern am Schaalsee unterstützt.

Bereits am 13. Mai (19 Uhr) öffnen sich die Pforten erneut in Klein Zecher: Dann geht es auch auf Foto-Safari,allerdings in den Reservaten in Süd-AfrikaReferenten sind Trude und Achim Borck. Der Eintritt ist frei. Eine Spende kommt der Arbeit des NABU zugute.

Gruselig-schön: Ein Birkenbruch.

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text) und Volker Krieger (Fotos)

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