Satter Sound zum Sonnenuntergang

So viele Sänger und Musiker wie nie zuvor werden am 1. Juli 2017 auf der Bühne der Lauenburger Hitzler-Werft stehen: Mehr als 150 Aktive wirken mit beim 6. Rotary-Benefizkonzert, das mit faszinierenden Klängen aus Karl Jenkins‘ Feder zum Start des KulturSommers „Sehnsucht nach Weltmusik“ wecken will.

Professionelle Sound- und Lichttechnik begleiten die unvergesslichen Großkonzerte in der Werfthalle. / Foto: Peter Behrendt

Lauenburg – Wer einmal da war, wird die Atmosphäre des Werftkonzerts nie vergessen. Bei stimmungsvoller Beleuchtung und professioneller Beschallung erwartet die Besucher diesmal bewegende Weltmusik in der großen Halle der Hitzler-Werft. Dort stellte der veranstaltende Rotary Club Geesthacht – Hohes Elbufer jetzt die Details für das in zwei Monaten zu erwartende Ereignis vor.

Der Kartenvorverkauf läuft

Das Konzert am 1. Juli beginnt um 20 Uhr. Einlass in die Halle ist ab 19 Uhr. Davor und zuvor (ab 18 Uhr) wartet der Rotary Club mit kühlem Bier, Wein, Säften, gegrillten Steaks, Würstchen und Scampi auf. Für unvermeidliche Momente werden blauen Häuschen bereit stehen. Der Eintritt kostet 20,- Euro, für Schüler und Studierende 10,- Euro, Spenden sind immer willkommen. Der Kartenvorverkauf ist angelaufen, Ticktes gibt es in Geesthacht bei Zigarren Fries, in Lauenburg in der Buchhand­lung Rusch und im Reisebüro Oberelbe sowie bei der Buchhandlung „Lesezeit“ in Schwarzenbek und in den Tourist-Informationen Geesthacht und Lauenburg. Die nächsten Parkmöglichkeiten bestehen am Lauenburger Bahnhof und auf dem Lösch- und Ladeplatz in der Altstadt.

Joachim von Kiedrowski (li.) und Prof. Dr. Wolfgang Hochstein stellten die Details der Aufführung in der Werft vor. / Foto: Albrecht

 

Die Musiker und Sänger proben

Prof. Dr. Wolfgang Hochstein, Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und nebenamtlich Kir­chenmusiker an St. Barbara Geesthacht, leitet auch diese Aufführung. Er und sein Barbara-Chor hatten Musik von Karl Jenkins schon zweimal aufgeführt (2014 The Armed Man. A Mass for Peace, 2016 Stabat Mater) und dafür „bestes Feedback“ erhalten, wie Hochstein berichtete. So sei die Entscheidung für eine dritte große Runde Jenkins leicht gefallen. „Stabat Mater“ wird neu aufgelegt und um drei Stücke aus „The Peacemakers“ bereichert. Der zeitgenössische Tonschöpfer Jenkins erreicht die Menschen offenkundig überall. Laut Hochstein werden seine unter dem Label Weltmusik laufenden Kompositionen zurzeit „weltweit am häufigsten aufgeführt“. Der ursprünglich im Jazz und Rock sozialisierte Waliser entdeckte die klassische und außereuropäische Musik erst später, weiß sie aber exzellent einzusetzen. Die Fachwelt ist sich einig: Wie kein zweiter verbinde Jenkins alte und neue Stile, Klassik und Pop, orientalische und okzidentale Klangwelten.

Hochstein hat als Leiter und Moderator der Aufführung diesmal ungewöhnlich viel zu proben und zu koordinieren: seinen St.-Barbara-Hauschor mit 80 bis 90 Sängern, den Kinderchor der Oberstadt-Grundschule (schon trefflich vorbereitet von Chorleiterin Dorothea Lemper-Görrissen) und zwei Solistinnen (Julia Schilinski und Nilgün Aksoy / europäischer und orientalischer Gesang), ein 25-köpfiges Orchester aus Studierenden, Absolventen und Lehrenden der Musikhochschule Hamburg (Streicher, Bläser und drei Schlagwerker) und einen Dudukspieler (Avag Khachatryan). Sie alle treffen vor dem Konzert nur einmal zusammen – bei der Generalprobe.

Reinerlös für Musikprojekt der Oberstadt-Grundschule

Wie Rotary-Präsident Joachim von Kiedrowski wissen ließ, werden mindestens 1.000 Besucher erwartet. Für das „Entgegenkommen und die Hilfsbereitschaft bei der Durchführung des Konzerts“ dankte Franz Hitzler, Werner Büker und den Mitarbeitern der Werft ausdrücklich.

Joachim von Kiedrowski legt die Präsidentschaft am 1. Juli in die Hände seines Nachfolgers. / Foto: Albrecht

Das Konzert sei „ein tolles Event für die Region“, sagte von Kiedrowski. Mit dem Reinerlös würden ein weiteres Mal Kinder- und Jugendprojekte unterstützt. Eines davon steht schon fest: Die Rotarier werden der Oberstadt-Grundschule in Geesthacht (aus ihr kommt der entzückende Kinderchor) in Kooperation mit der Kreismusikschule zusätzlicher Unterricht ermöglichen, „mit dem die Kinder Instrumente kennenlernen und erlernen können“. Zwischen 5000 und 8000 Euro brauche man für Projekte wie diese, sagte von Kiedrowski auf Anfrage. Da die bisherigen fünf Konzerte mehr als 40.000 Euro erlöst hätten, brauche man sich nicht zu sorgen. Das Publikum beim Konzert begrüßen wird Joachim von Kiedrowski nicht mehr – just am 30. Juni endet seine einjährige Amtszeit. So wird beim großen Konzertabend der neue Präsident Prof. Dr. Jan Kramer die Zuhörer willkommen heißen.

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