„Die Liebe hört niemals auf“

Eines von Farook Alnajars neuen Bildern / Bild: Farook Alnajar

Farook Alnajar ist erneut zu Gast im Amtsrichterhaus Schwarzenbek: Ab dem 18. Juni 2017 zeigt der in Büchen lebende irakische Maler ausgewählte Landschaften, Naturdarstellungen und Ornamentik.

Eines von Farook Alnajars neuen Bildern / Bild: Farook Alnajar

Schwarzenbek – Eröffnet wird seine Ausstellung “Die Liebe hört niemals auf“ am Sonntag, 18.6., um 15 Uhr. Danach ist die Sammlung bis zum 9. Juli jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr im Haus am Körnerplatz 10 zu besichtigen. Farook Alnajars Bilder sind in leuchtenden und positiv anmutenden Farben gehalten und haben Symbolcharakter. 2012 hatte der Maler seine erste Ausstellung im ARS. „Die Liebe hört niemals auf“ war damals schon der eine Satz und Leitgedanke, der über allen Arbeiten stand. Er spiegelt, worum sich für den Maler alles dreht: Seine Sehnsucht nach Frieden und Nächstenliebe. „Die Liebe hört niemals auf. Sie ist für mich der Anfang und das Ende“, sagte er seinerzeit.

In Büchen fand der irakische Künstler ein neues Zuhause. / Foto: Albrecht

Farook Alnajar wurde 1939 in Basra geboren, ging auf die Kunstakademie und arbeitete 30 Jahre lang als Kunstlehrer. Danach wirkte er als Direktor für die Kunstaktivitäten aller Schulen und leitete das Institut der Schönen Kunst in Basra. In den 70er-Jahren begann er selbst zu malen, erste Ausstellungen in Basra und Bagdad folgten, auch internationale Bilderschauen und Kunstprojekte. Der Maler war Mitglied der Vereinigung irakischer Künstler, wurde für seine Arbeiten und sein organisatorisches Wirken mehrfach ausgezeichnet. Als Krieg, Tod und Zerstörung Al-Najars Heimatland heimsuchten, jede Kunst nur noch Saddam Hussein preisen sollte „und die Kinder aufhörten zu lachen“, verließ er im Jahr 2000 das Land – rechtzeitig genug, um der weiter zunehmenden Verfolgung der Christen zu entgehen. Farook Alnajar und seine Familie sind gläubige Katholiken. Was den inneren und optischen Zusammenhang von christlicher und orientalischer Symbolik in seinen Bildern erklärt. Nach seiner Auswanderung nach Deutschland fand er mit seiner Frau und drei Kindern in Büchen eine neue Heimat. Seit 2008 ist Farook Alnajar deutscher Staatsbürger.

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