Ein erster Blick auf Breckwoldts Werk

Bronze gehörte zu den bevorzugten Materialien der Künstlerin. /Foto: Breckwoldt-Stiftung

Ab dem 25. Juni ist in Lauenburg eine erste Auswahl von Arbeiten der Künstlerin Edith Breckwoldt zu sehen. Sie hat mehr als 180 Skulpturen hinterlassen, die nun den Weg zurück in ihre Heimatstadt finden.

Bronze gehörte zu den bevorzugten Materialien der Künstlerin. /Foto: Breckwoldt-Stiftung

Lauenburg – Mit einer Ausstellung in der Galerie der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Alte Wache 3, wollen die Stadt, der Verein Pro Lauenburg und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde gemeinsam mit der Breckwoldt-Stiftung einen Ausschnitt aus dem Werk der Künstlerin zeigen. Zur Vernissage am Sonntag, 25. Juni, um 12 Uhr sind alle Interessierten eingeladen. Bürgermeister Andreas Thiede wird die Besucher willkommen heißen. Dr. Barbara Aust-Wegemund, die Kuratorin der Breckwoldt-Stiftung (Hamburg) führt in die Ausstellung ein.

Edith Breckwoldt war in Lauenburg geboren. / Foto: Breckwoldt-Stiftung

Edith Breckwoldt (1937 – 2013) war eine Tochter des Lauenburger Tankschiffreeders Christoph Burmester. Sie lebte ab 1959 in Hamburg, wo sie Frank Breckwoldt heiratete. Ihr künstlerischer Nachlass umfasst mehr als 180 große und kleine Skulpturen, um deren Rückführung nach Lauenburg Bürgermeister Andreas Thiede und eine Delegation sich im vergangenen Jahr bemüht hatten – mit Erfolg. Die Breckwoldt-Stiftung zur Förderung der Künste sagte der Stadt die Sammlung zu. Der mit ihr geplante Kunstpfad durch Lauenburgs Ober- und Unterstadt – geplant vom Friedhof durch den Fürstengarten, am Schloss bis hinunter zur Maria-Magdalenen-Kirche – ist Bestandteil eines Kulturprojekts der Stadt, mit der sie sich um Fördermittel des Landes beworben hat. Auch eine neue Stadtgalerie und die Umnutzung des Schlosses gehören dazu. Der Friedhof wirkt mit, weil in seine ruhige Parklandschaft gleich mehrere von Breckwoldts Skulpturen thematisch passen und um diese herum die in den nächsten Jahren Themenfeldern entwickelt werden sollen.

Die Künstlerin hatte in den 1990er-Jahren eine beachtliche Sammlung an Skulpturen geschaffen. Vor allem ihre großformatigen Arbeiten, wie am Mahnmal St Nicolai in Hamburg und am Askanierschloss in Lauenburg, machten sie bekannt. Edith Breckwoldts Anliegen war es, ihre Gefühle abzubilden, die sie im Schöpfungsprozess wahrnahm und in ganz unterschiedlichen Formen visualisierte. Die Autodidaktin schuf sowohl voluminöse, komplexe Figuren als auch filigrane abstrakte Werke aus Bronze, Ton, Stein und Aluminium. Wiewohl ihre Arbeiten an die klassische Moderne erinnern, basieren sie auf einer gefühlten, spontanen Formgebung, wie sie etwa den amerikanischen Expressionisten eigen war. Die Künstlerin wollte immer den Betrachter ihrer Kunst erreichen und berühren – er sollte ihre Arbeit mit allen Sinnen erfassen. Ab diesem Jahr findet Ediths Breckwoldts Gesamtwerk in Lauenburg eine neue Heimat und soll der Öffentlichkeit über den Kunstpfad durch die Stadt Schritt um Schritt nahe gebracht werden. In der Bildgießerei von Henning Wittkamp in Elmenhorst werden die in Lauenburg gelagerten Kunstwerke dafür aufgearbeitet.

Einen ersten Einblick in Breckwoldts Leben und Wirken gibt die Lauenburger Ausstellung. / Foto: Breckwoldt-Stiftung

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