Highlight: Pierre Schumann

Pierre Schumanns Möwen gehören zu Dr. Muchas Lieblingswerken aus dem Oeuvre des Bildhauers. / Foto: Mucha

Die Schwarzenbeker Galerie Mucha nimmt auch 2017 am KulturSommer am Kanal teil. Ein Highlight von Dr. Melita Muchas Sommerausstellung sind Skulpturen des Bildhauers Pierre Schumann anlässlich dessen 100. Geburtstags.

Pierre Schumanns Möwen gehören zu Dr. Muchas Lieblingswerken aus dem Oeuvre des Bildhauers. / Foto: Mucha

Schwarzenbek – Pierre Schumann wurde in 1917 in Heide/Dithmarschen geboren und starb 2011 in Eutin. Er erlernte den Beruf des Steinmetzers und studierte nach dem Krieg an der Hochschule für Bildende Küns

te in Hamburg und an der Kunstakademie Stuttgart. Schumann galt als der bedeutendste Künstler des Landes und war ein international geschätzter Bildhauer der klassischen Moderne. Das Ostholstein-Museum in Eutin widmet dem mehrfach mit internationalen Kunstpreisen ausgezeichneten Künstler gerade eine große Ausstellung mit Arbeiten aus Marmor und Bronze (bis 3. September).

Neben Schumanns Arbeiten zeigt Dr. Melita Mucha in ihrem Skuplturengarten Werke von Norbert Jäger, Alexis Haeselich, Sorin Purcaru und Reinhard S. Sauer. Zur Vernissage am 2. Juli von 14 bis 18 Uhr sind Kunstfreunde in der Galerie an der Hamburger Straße 70 willkommen. Piroska Amara (Violine) wird die Ausstellung an diesem Tag mit einer Klangskulptur begleiten. Die Schau in Atelier und Garten läuft bis zum 30. Juli, sie kann in dieser Zeit samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung (Tel. 0171 / 43 40 946 oder 04151 / 2311) besichtigt werden. Eine Finissage am 30. Juli ( 14 – 18 Uhr) rundet die zum KulturSommer am Kanal gezeigte Schau ab.

Auch Objekte von Norbert Jäger sind zu bewundern. / Foto: Mucha

Pierre Schumann lebte viele Jahre in Itzehoe und Hamburg, hielt sich regelmäßig aber auch in Paris und Italien auf, um dort zu arbeiten. Ab 1976 unterhielt er sein Atelier in der Alten Schule in Sagau in der Nähe von Eutin. Der Bildhauer gehörte zu den bedeutenden Künstlern seiner Zeit. Sein Werk ist vor allem geprägt durch die Themenkomplexe Mutter und Kind, Frauenfigurationen, herbe Natur und Tiere – vor allem Weidetiere und Vögel. Schumanns bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor, er setzte aber auch viele Arbeiten in Bronze um.

Schumanns figürliche und abstrakte Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Galerien gezeigt – zusammen mit Werken von Picasso, Miro, Dali, Soulages und anderen weltberühmten Künstlern. Neun Museen und zahlreiche private und öffentliche Sammlungen haben seine für ihre Formensprache und künstlerische Verarbeitung gerühmten Arbeiten erworben. Einige seiner monumentalen Kompositionen aus Marmor sind im öffentlichen Raum der Städte Hamburg, Neustadt, Kiel, Heide, Schleswig, Lübeck, Rendsburg und im Schloss Gottorf zu finden.

Mehr als 20 Jahre lang arbeitete Pierre Schumann alljährlich über sechs Monate in Carrara, dem Paradies der Marmor-Bildhauer. Häufig sucht er selber seine großen Blöcke in den Steinbrüchen aus, wo schon Michelangelo fündig geworden war. „Das wesentliche Schaffensprinzip des Künstlers waren die Reduktion und das Gleichgewicht zwischen Masse und Leere. In vielen seiner Skulpturen beherrschen die Vögel den Raum“, sagt Dr. Mucha zu ihren Lieblingsskulpturen.

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