Kirchlicher Frohsinn

Das Spannungsfeld zwischen Fröhlichkeit und Frömmigkeit loten Heidrun und Hans Kuretzky in der Ausstellung „Heiliges Pläsier – ehrliche Haut“ aus. Zu sehen sind ihre Werke im Rahmen des Kultursommers vom 8. Juli bis 5. August in der Breitenfelder Kirche. Die beiden Künstler präsentieren Installationen, Skulpturen, Bilder und Zitate.

Immer wieder haben sich Theologen mit dem Lachen und dem Humor auseinandergesetzt. Von Martin Luther etwa stammt der Satz: „Wo der Glaube ist, ist auch das Lachen.“ So positiv hielten es nicht alle Männer der Kirche mit dem Humor. Wenn es um die eigenen Pfründen ging, kannte manch ein Würdenträger keinen Spaß. Andere verdammten das Lachen sogar.

Zwischen Himmel und Erde hat auch der Humor seinen Platz. Foto: www.kuretzky.de

Der Schriftsteller Umberto Eco hat diesen spaßbefreiten Gesellen in seinem abgründigen Mittelalter-Roman „Der Name der Rose“ ein literarisches Denkmal gesetzt: Jorge von Burgos, ein Franziskaner-Mönch, schreckt vor Morden nicht zurück, um die Komödie des Aristoteles dem Gedächtnis der Menschheit zu entreißen.

Es ist ihm nicht gelungen. Der Spaß ist den Menschen geblieben. Und so kann ab Sonnabend, 8. Juli, in der Breitenfelder Kirche bewundert werden, wie Kunst, Kirche und Humor heute zusammenkommen. Die offizielle Eröffnung beginnt um 12 Uhr. Heidrun und Hans Kuretzky werden zugegen sein. Die Schau ist bis zum 5. August sonnabends und sonntags jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zugänglich.

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