Theater im Domhof

Die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten – sie liegen ab dem 15. August auf dem Ratzeburger Domhof aus: Das Ensemble „Theater im Stall“ bittet unter freiem Himmel zur Premiere von „Wie im Himmel“. Es ist der Startschuss für die 4. Auflage des Ratzeburger Open Air-Theaters.

Das Stück erzählt die Geschichte des erfolgreichen Dirigenten Daniel Daréus. Gleichzeitig bietet es Einblicke in die Lebenswelten einer kleinen Dorfgemeinde, in die der Musiker nach Jahren in der Fremde zurückkehrt. Um die Story auf die Bühne zu bringen, musste es Regisseurin Maren Lubenow komplett umschreiben. Als Grundlage nutzte sie das Filmscript. Neben den Regieanweisungen für die Theateraufführung stammt auch der Großteil der Dialoge aus ihrer Feder. „Dafür habe ich die Nächte in den Osterferien durchgearbeitet“, sagt die Regisseurin, die für die Theater im Stall-Aufführung „Ganz oder gar nicht“ schon einmal ein Filmscript bühnentauglich gemacht hat.

Ihre Fassung von „Wie im Himmel“ setzt im Vergleich zum Kinohit inhaltlich einen weiteren Akzent: Die einzelnen Dorfbewohner haben bei ihr mehr Gewicht, das Beziehungsgeflecht innerhalb des Ortes wird stärker in den Mittelpunkt gerückt. Um die Geschichte umzusetzen, braucht es 21 Schauspieler und jede Menge harter Arbeit: „Wir haben in den letzten Wochen rund 17 Stunden im Schnitt geprobt“, sagt Lubenow.

Am Dienstag, 15. August, um 20.30 Uhr geht es nun los. Mit auf der Bühne steht dann Angela Bertram, die für Theater im Stall auch schon Regie geführt hat. Sie freut sich auf die Premiere und die folgenden Aufführungen des Stücks – wegen der „besonderen Atmosphäre“ auf dem Ratzeburger Domhof.

Besonders ist auch das Schauspiel unter freiem Himmel: „Man muss anders agieren“, sagt Bertram. „Größer spielen, um die Zuschauer weiter weg zu erreichen.“ Zudem müssen die Schauspieler eine gewisse Wetterfestigkeit an den Tag legen. „Wir spielen auch bei Nieselregen“, erzählt sie – wie etwa beim ersten Open Air, als das Ensemble „Hexenjagd“ von Arthur Miller aufführte. Trotz des schlechten Wetters damals könne sie sich nicht daran erinnern, dass hinterher jemand krank geworden sei.

Gleichwohl hofft sie wie alle anderen Beteiligten auf gutes Wetter. Nach der Premiere sind bis zum 27. August noch zehn weiter Aufführungen geplant. Die Vorstellungen am 18., 19. und 26. August sind bereits ausverkauft. Tickets gibt es noch für den 16., 17., 20., 23., 24, 25. und 27. August. Karten können unter http://www.theater-im-stall.de/index.php/karten.html vorbestellt oder direkt an der Abendkasse erworben werden. Die vorbestellten Tickets liegen am Tag der Aufführung ab 19.30 Uhr an der Abendkasse bereit.

Dirigent Daniel Daréus bittet zur Chorprobe.       Foto: Theater im Stall

 

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