Rocken bis zur Sperrstunde

Zwei Tage noch – dann steigt das Steinaukulturfestival auf dem Büchener Marktplatz. Florian Behr freut sich drauf. Behr hat die Veranstaltung mitorganisiert. Er ist Mitglied im Verein Steinaukultur, der das Festival zum 9. Mal auf die Beine gestellt hat.

„2008 haben wir uns gegründet“, erinnert er sich. Die Steinau habe man bewusst in den Vereinsnamen eingebaut. Der Fluss verbinde mehrere Orte miteinander und die Mitglieder wollten und wollen ortsübergreifend wirken.

Nur ein Jahr nach der Gründung hob der Verein das Festival aus der Taufe. „Wir wollten etwas für die Musikszene im Kreis zu tun“, fasst Behr das Ziel der Veranstaltung in einem Satz zusammen.

Das erste Festival ging noch mit zwei Acts über die Bühne. In den Folgejahren waren es dann immer sechs oder sieben. „Mehr sind nicht machbar – wegen der Sperrstunde“, so Behr. In diesem Jahr werden es wohl sechs Bands sein. „Eine Gruppe ist uns abgesprungen“, sagt Behr. Eine kurzfristige Bewerbung um den letzten freien Platz sei allerdings noch möglich (Bewerbungen werden unter bands@steinaukultur.de entgegengenommen).

Die sechs Bands, die am Sonnabend, 9. September, auftreten, tragen klingende Namen wie „Wüste Träume“ oder „Muttnicks“. Allen Gruppen gemein ist, dass sie eigene Songs spielen. Das ist die Bedingung beim Steinaufestival: Wer auftreten will, darf keine Lieder covern. Kreativität ist Trumpf.

Etwas weniger streng gehen die Macher mit einem weiteren Kriterium um. Eigentlich ist die Veranstaltung dafür da, die Musikszene im Kreis zu unterstützen. „Doch in diesem haben sich leider keine Bands aus der Region beworben. Es gibt aber Musiker, die hier ihre Wurzeln haben. Der Sänger von „Laurel Sin“ beispielsweise kommt aus der Nähe von Büchen“, sagt Behr.

Neben diesen „Laurel Sin“ spielen am kommenden Sonnabend, 9. September, noch die bereits erwähnten Formationen „Wüste Träume“ und „Muttnicks“. Außerdem dabei sind Tim Kolonko, „Süd“ und „Off Mountains“. Die Konzerte starten um 16 Uhr. „Zapfenstreich ist um 23 Uhr. Wer will, kann hinterher natürlich noch ein Bierchen trinken“, stellt Behr klar.

Musikalisch erwartet die Besucher eine Achterbahnfahrt. „Wüste Träume“ haben sich einem „Liedermacherstil“ (Behr) verschrieben. Die „Muttnicks“ machen Punk (Hörprobe: https://themuttnicksno1.bandcamp.com/). „Tim Kolonko gehört eigentlich einer HipHop-Combo an. Ich habe keine Ahnung, was er am Sonnabend macht – es wird aber auf jeden Fall gut sein“, meint Behr. Die Achterbahnfahrt perfekt machen „Süd“ mit Latinfolkbluespop (Hörprobe: https://soundcloud.com/suedmusik), „Laurel Sin“ mit einem Rockabilly-Country-Mix und „Off Mountains“, die eine „Indie90-Band“ sind.

Abgerundet wird das Ganze mit einer Drachenkindershow. Behr hofft auf gutes Wetter und viele Zuschauer. „Im letzten Jahr waren zwischen 600 und 700 Leute da. Es wäre schön, wenn es diesmal wieder so viele sind.“ Der Eintritt ist – wie immer beim Steinaukulturfestival – frei.

 

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