Folk mit „Seeda“ und den „Henry Girls“

Die mongolisch persische Formation Sedaa verbindet die archaischen Klänge der traditionellen mongolischen Musik mit orientalischen Harmonien und Rhythmen. Fotos: Privat

Drei Schwestern von der grünen Insel, vier Männer von der alten Seidenstraße – ihre einzigartigen Stimmen führen sie am Freitag, 13. Oktober, im Stadthauptmannshof Mölln zusammen. Die Rede ist von den „Henry Girls“, einem irischen Folk-Trio, und von „Seeda“, einer mongolischen Formation. Der Sender Deutschlandfunk Kultur zeichnet das ungewöhnliche Doppelkonzert mit faszinierenden Stimmen auf und wird es zeitnah bundesweit senden. Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr.

The Henry Girls – Irish Americana Folk

Von klein auf singen und musizieren die drei Schwestern Karen, Lorna und Joleen McLaughlin aus einem kleinen Städtchen in Nord Donegal gemeinsam.  Neben den traditionellen Klängen ihrer Heimatgegend hörten sie früh die modernen Varianten des Irish Folk und Pop und wendeten sich außerdem nach Westen, Richtung Amerika. Schon bald gehörten die Girls zu denen, die amerikanische Folk- und Bluegrass-Richtungen per musikalischer „Transatlantic Connection“ wieder stärker mit den keltischen Wurzeln verbanden.

Mittlerweile gelten sie als eine der wegweisenden neuen Folk-Gruppen Irlands mit einem persönlichen Stil und avancierten auch in Deutschland schnell zu Publikumslieblingen. In ihrem Bühnen-Programm reisen sie in beiden Richtungen übers Meer und fischen in wilden Gefilden: New Folk, Bluegrass, Pop, Irish Tradition, Balladen, aber auch Anleihen bei den swingenden Andrew Sisters der 30er Jahre.

Typisch und eher un-irisch ist der komplexe und intensive dreistimmige Gesang mit gekonnt abgestimmten Vokalharmonien in einer zusätzlichen „Gänsehaut“-Intensität.

Sedaa – Stimmen aus der Mongolischen Steppe

Die mongolisch persische Formation Sedaa verbindet die archaischen Klänge der traditionellen mongolischen Musik mit orientalischen Harmonien und Rhythmen zu einem faszinierenden und modern anmutenden Ganzen.

Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal, Naraa Naranbaatar und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in die exotische Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe.

Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge – erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur verschmelzen zusammen mit pulsierenden Trommelrhythmen zu einem mystischen Klangteppich der Schwingungen und Stimmungen, der den Zuhörer mitnimmt auf eine akustische Reise entlang der Seidenstraße.

 

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