„Pulver, Plastik und Raketen“

Unter dem Motto „Pulver, Plastik und Raketen“ lädt der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht am Sonntag, 26. November, ab 11 Uhr zu einem historischen Spaziergang ein. Der Weg führt über das Gelände der ehemaligen Düneberger Pulverfabrik. Im Mittelpunkt steht dabei der Betriebsteil „Birke“. Treffpunkt ist der Parkplatz Mischwerk, Am Schleusenkanal.

Jochen Meder, Mitglied des Förderkreises, vermittelt mit alten Fotografien einen Eindruck davon, wie die heutigen Ruinen und Gebäudereste ursprünglich einmal aussahen. Zudem werden Besonderheiten im Aufbau und Betrieb eines Kesselhauses vorgestellt. Auch die Tarnung einzelner technischer Bereiche ist ein Thema.

Der etwa dreistündige Weg führt an verschiedenen Walzwerken und Pressen vorbei, deren Aufbau ebenfalls anhand von alten Photos und Zeichnungen mit der Ruinenlandschaft verglichen werden kann.

Düneberg verfügte über eine liegende Schneckenpresse, deren Pulverpresslinge bis zu 5 Meter lang waren und einen Durchmesser von 350 Millimetern hatten. Diese waren für den Raketenantrieb vorgesehen. Die damals hochmoderne Anlage arbeitete mit der Belegschaft des Raketenversuchsgeländes in Peenemünde zusammen. Die Schneckenpresse wurde nach dem Krieg von den Alliierten beschlagnahmt und nach England verfrachtet.

Das Gelände des ehemaligen Schießplatzes gehört ebenfalls zum Rundgang. Das Gebiet wurde Anfang der 90er Jahre von der Stadt Geesthacht gekauft und unter Naturschutz gestellt. Es ist als ehemalige Wanderdüne der vergangenen Eiszeit ein wertvolles Biotop mit einer reichen Fauna und Flora. Zudem ist das Gebiet seit 1945 wenig verändert worden.

Für den Spaziergang sind feste Schuhe und geeignete Kleidung mitzubringen. Anmeldungen nimmt Jochen Meder, erreichbar unter Tel. 04152-8877840 entgegen.

 

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