„Wollte zeigen, dass diese Frauen schön sind“

Diagnose Brustkrebs. Die Mutter eines Mitschülers von Melina Waliczek ist daran erkrankt. Mit Bewunderung hat die 18-Jährige in den zurückliegenden Wochen und Monaten beobachtet, wie positiv sie damit umgeht. „Sie sagt einfach, das Leben geht weiter.“ Dank dieser Haltung gehe es ihr gut, auch wenn der Krebs noch nicht geheilt sei.

Ungeachtet dessen treibt die junge Frau die Frage um, was diese tückische Krankheit mit den Betroffenen macht und wie man sie unterstützen kann. Eine Antwort suchte und fand sie in ihrer Kunst. Melina Waliczek hat Porträts von 18 krebskranken Frauen fotografiert. Die Aufnahmen sind ab dem 15. Januar im Möllner Stadthauptmannshof zu sehen.

„Ich wollte zeigen, dass diese Frauen, auch wenn sie ihre Brust verloren haben, schön sind“, sagt sie. „Und“, fügt sie hinzu, „ich wollte, dass diese Frauen das auch selbst sehen können.“ Dies sei sehr wichtig, da sich die Frauen nach Operation und Chemo oft nicht mehr als „weiblich“ empfinden würden.

Melina Waliczek stellt sich mit den Bildern ein Stück weit auch den Geistern in der Familie: „Bei uns ist Krebs sehr oft vertreten“, sagt sie. Man dürfe sich aber nicht verrückt machen und bei jedem Kopfschmerz denken, dass man krank sei. Jedenfalls wolle sie sich das Leben nicht von der Angst kaputt machen lassen.

Dass diese Gefahr offensichtlich nicht besteht, zeigt der offensive Umgang der jungen Künstlerin mit der Krankheit. Des Weiteren sind die Bilder im Möllner Stadthauptmannshof dann vom 15. Januar bis 1. Februar montags bis freitags zwischen 8 und 13 Uhr zugänglich. Zudem sind die Fotos am Sonnabend, 27. Januar, und Sonntag, 28. Januar, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr zu sehen.

Weitere Arbeiten arbeiten von sich zeigt Melina Waliczek unter https://www.instagram.com/mimiwillurlaub/ .

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