Musikalische Reise durch die Nacht

Auf eine musikalische Nachtwanderung begibt sich am Sonnabend, 10. Februar, das Ensemble „vOkabile“ in der Gedächtniskirche Aumühle. Unter dem Motto „From Dusk Till Dawn – Reise durch die Nacht“ stellt der Chor unter anderem Werke von Brahms, Reger, Elgar und Vaughan Williams vor, die sich mit Themen wie Dämmerung und Dunkelheit befassen. Konzertbeginn ist um 18 Uhr. Karten für das Konzert gibt es an der Abendkasse.

„Ich freue mich, dass das Ensemble „vOkabile“ nun schon zum dritten Mal in Aumühle zu hören sein wird. Das Ensemble stellt den Beweis auf, dass man auch anspruchsvollste Chormusik ohne Dirigenten musizieren kann. Die Programme sind unkonventionell und die Sänger (semi-) professionell“, so Kirchenmusikerin Susanne Bornholdt.

Der Titel „From Dusk Till Dawn“ – von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen – führt vermeintlich in die Irre, erinnert er doch an den gleichnamigen Gruselfilm-Klassiker von Robert Rodriguez. Liest man diese Überschrift jedoch in ihrem ursprünglichen Sinne, so bezeichnet sie lediglich eine zeitliche Sequenz. Ein kompakter Begriff, der eine Zeitreise perfekt mit der Assoziation von bestimmten Lichtverhältnissen kombiniert.

Auf der Suche nach einer übergeordneten Thematik, um dieses nächtliche Chorprogramm zu verbinden, ließen sich die Mitglieder des Ensembles „vOkabile“ von der Idee inspirieren, dem nachzuspüren, was einem auf einer Wanderung durch die Nacht begegnen könnte. Sie versuchen, verschiedene Sinne anzusprechen und sich diesen Erscheinungen nicht nur hörend, sondern auch sehend zu nähern. Eine Reise also durch die Nacht, auf der die Konzertbesucher das Ensemble „vOkabile“ begleiten sollen. Das Erlebte ist keine Geschichte, deren Sinn es zu ergründen gilt. Vielmehr steht das Erleben selbst im Mittelpunkt unseres Programms und darf beim Publikum ganz individuelle Eindrücke hinterlassen.

Das Ensemble „vOkabile“ wurde 1986 als „vokalkreis bielefeld“ mit dem Ziel gegründet, Chormusik mit kammermusikalischen Mitteln aufzuführen, das heißt in kleiner Besetzung und ohne Leitung durch einen Dirigenten. Damit schließt das Ensemble die Lücke zwischen den herkömmlichen Chören und den solistischen Spezialensembles, die sich häufig nur mit einer bestimmten Stilrichtung beschäftigen.

Dem Chor gehören 14 Frauen und Männer an, so dass A-cappella-Darbietungen und ein flexibler Chorgesang gleichzeitig möglich sind. Das Repertoire reicht von Werken der Renaissance über die großen Motetten aus Barock und Romantik bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke und von sogenannter „ernster“ Musik bis zu Gospel und „vocal jazz“.

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