„Kann denn Liebe Sünde sein?“

Einen musikalischen Ausflug in die 20er Jahre unternimmt die Sängerin Louise von Bülow am Sonnabend, 17. Februar, im Viehhaus (Gutshof Segrahn). In ihrem Programm „Kann denn Liebe Sünde sein?“ präsentiert sie unter anderem Lieder und Chansons von Friedrich Hollaender (1896-1976). Der in London geborene Musiker und Texter erlangte im Berlin der Weimarer Republik Berühmtheit. Hollaender steuerte beispielsweise Lieder zum legendären Ufa-Film „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle bei. Die Dietrich, die wie Hollaender nach der Machtübernahme der Nazis in die USA emigrierte, sang in dem Film den von ihm komponierten Schlager „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Neben Liedern Hollaenders wendet sich Louise von Bülow in ihrem Programm den Kompositionen der Österreicher Robert Stolz (1880-1975) und Franz Léhar (1870-1948) zu. Léhar machte sich als Schreiber von Opern und Operetten – von ihm stammt unter anderem „Die lustige Witwe“ – einen Namen, während Stolz sowohl Lieder als auch Operetten verfasste.

Louise von Bülow hat ein Faible für beides: für Chansons und Unterhaltungsmusik auf der einen sowie für Oper und Operette auf der anderen Seite. Die gebürtige Kappelnerin hat Tanz, Gesang und Schauspiel studiert. Dafür lernte sie zunächst in New York und Hamburg, ehe sie an die Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf wechselte. Dort erlangte sie ihren Bachelor-Abschluss im Operngesang. Die Prüfung bestand sie mit Auszeichnung. Seitdem hat sie solistische Erfahrungen als Barbarina („Le Nozze di Figaro“), Papagena („Die Zauberflöte“) und Gelsomina/Modestina („Il Viaggio a Reims“) gesammelt. Bereits während des Studiums erhielt sie einen Gastvertrag an der Deutschen Oper am Rhein für die zeitgenössische Oper „Mörder Kaspar Brand“ von Anno Schreier.

Bei ihrem Auftritt im Viehhaus wird Louise von Bülow vom Pianisten Alexander Kalweit begleitet. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter Tel. 0160-96229933 oder direkt im Viehhaus, Gudow (Ortsteil Segrahn), Hofweg 1.

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