Kein Leben ohne Upps

Das Upps ist da. In der Aula der Grundschule Breitenfelde sitzen die Kinder auf Bänken und beobachten, wie es köchelt, dampft und regnet. Upps ist die Hauptfigur in dem Stück des Lübecker Wassermarionetten Theaters, das Anna und Wolf Malten an diesem Morgen aufführen. Upps – das Wasser, gespielt von Wolf, hat sich in ein sprechendes Wesen verwandelt. Es bringt Anna mit seiner Wandelbarkeit immer wieder zum Staunen. Es zeigt, dass es Lebewesen gibt – wie beispielsweise Quallen –, die nur aus Upps bestehen und dass der Dreck in den Meeren die Quallen gefährdet. Und dass eine Dusche ohne Wasser eine reichlich trockene Angelegenheit ist.

Wolf Malten kommt bei seinem Spiel ohne erhobenen Zeigefinger aus. „Wir wollen die Kinder zum Nachdenken anregen“, sagt er, der auch der Verfasser des Stücks mit dem Titel „H2 upps“ ist. Um dem Nachwuchs die Bedeutung des Wassers nahezubringen, tingelt das Ehepaar – wenn es nicht gerade an seinen festen Spielort aktiv ist – über die Dörfer. Vier Vorstellungen an einem Tag sind die Regel. In Breitenfelde sind es drei. Hinzukommen drei Stunden, die sie für den Aufbau der Bühne benötigen. Der Aufwand zeigt, dass hier zwei „Überzeugungstäter“ am Werk sind.

Der Lohn sind die begeisterten Kinder, die dem Stück mit Feuereifer folgen und sich immer wieder mit Zwischenrufen zu Wort melden, und die die entscheidende Erkenntnis mit nach Hause nehmen: „Wenn wir gut zu Upps sind, wird Upps auch gut zu uns sein.“ (kp)

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