Großer Tusch zum 150. Geburtstag

Einen großen Tusch für die heimische St. Jakob-Kapelle gibt es am Pfingstmontag, 21. Mai, in Basedow. Ab 9.30 Uhr feiert die Kirchengemeinde mit einem Gottesdienst und einem Empfang im Dorfgemeinschaftshaus das 150-jährige Bestehen des Bauwerkes.

Erstmals erwähnt ist die Kapelle in Basedow im Visitationsbericht von 1581. 1719 wurde sie durch einen Neubau ersetzt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts drohte ihr das Ende, da sie baufällig und einsturzgefährdet war. Für einen erneuten Neubau fehlte den Basedowern zunächst das Geld und auch die Lust, da sie am Bau der Lütauer Kirche beteiligt waren und in der Kapelle nur einmal im Jahr der Michaelis-Gottesdienst stattfand. Nach anfänglichem Bedenken gab 1861 der Lütauer Pastor Rohrdantz dem Wunsch der Basedower nach, die Kapelle abzureißen und die Glocke als Schulglocke zu nutzen. Doch dazu kam es nicht: In allerletzter Minute verhinderte der Superintendant Brömel den Abriss. Die Kirche sei von dem Ratzeburger Bischof und nicht von der Basedower Dorfgemeinschaft gestiftet, argumentierte er und plädierte für einen Neubau. Die Basedower gaben schließlich ihren Widerstand auf. Die Kapelle wurde nach Plänen des Landesbaumeisters Carl August Wilhelm Lohmeyer neu errichtet und 1868 eingeweiht. Der zunächst schlichte Fachwerkbau fand 1915 durch den leicht erhöhten Chor und Turmbau seine Vollendung. 1978 wurde der marode Turm neu aufgebaut und 2013 die Außenfassade saniert. Der alte Altaraufsatz, der vermutlich aus dem Jahr 1868 stammt, hat seinen Platz über der Eingangstür gefunden. Auf ihm ist Christus als Lamm Gottes zu sehen und er trägt die Aufschrift „Gott ist die Liebe“.

Mehr Wissenswertes über die Geschichte der St. Jakob-Kapelle berichtet Kirchenkreis-Archivarin Dr. Claudia Tanck am 12. Juni im Rahmen eines Vortrags. Die Veranstaltung im Gemeindehaus Basedow beginnt um 19.30 Uhr.

Text + Foto: Steffi Niemann

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