Am Horizont… die Liebe

Liebesgeschichten an Theaterabenden, liebevolle Begegnungen bei Konzerten und die Liebe zur bildenden Kunst: Mit ihrem Programm für den 13. KulturSommer am Kanal lädt die Stiftung Herzogtum Lauenburg in diesem Jahr dazu ein, die Liebe in all ihren Formen und Farben mit Kunst und Kultur zu feiern. Vom 24. Juni bis 23. Juli gibt es mit mehr als 1.100 Mitwirkenden bei 82 Veranstaltungen an 37 Orten im Kreis Herzogtum Lauenburg viel zu erleben und zu entdecken.

Am 24. Juni wird der KulturSommer mit einem schwedischen Mittsommerfest um 15 Uhr rund um das A.-Paul-Weber-Museum in Ratzeburg eröffnet. Schwedische Musik mit Tanz und Picknick, Kränzeflechten für den geschmückten Baum (Majstång) und dessen traditionelles Aufstellen, aktives Mitwirken und Selbstverpflegung der Gäste beim White Dinner gehören ebenso zu diesem Familienfest wie gemeinsames Tanzen und Feiern. 60 Streicher, dazu Violinen-, Posaunen und Saxophonensembles der Kreismusikschule treten bei einem Stationenkonzert im Grünen auf. Zum Abschluss des Tages begleiten im Ratzeburger Dom zwei Konzerte die Besucher vom Abend in die Nacht.

Musikalischer Zauber
Eine besondere musikalische Begegnung erwartet die Besucher diesmal in Geesthacht. Am 25. Juni treffen in der St. Petri-Kirche über 80 Kinderstimmen des Chors in der Oberstadt auf Töne der Cellistin Sigrid Strehler von den Lübecker Philharmonikern. Wenn sie gemeinsam der Liebe Klang verleihen, heißt ihr Konzert zu Recht „Dann schweben Töne um mich herum“. Am Behlendorfer See fällt am 1. Juli der Startschuss für eine weitere neue Reihe: das „Singen am See“ mit Chören am Strand. Sechs ganz unterschiedliche Ensembles tragen das Thema Liebe durch den Nachmittag, Mitsingen ist erwünscht. Das Projekt Beat `n` Dance in Schwarzenbek (1. Juli) verwebt diesmal Musik und Tanz zum „Rhythm of Life“. Der Herzschlag der Liebe taktet in atemloser Wut wie sanftem Puls diese junge Bühnenshow.

Szenisches Theater
Feinstes junges Musiktheater bringt am 7. Juli „Die schöne Magelone“ ins Alte Viehhaus auf Gut Segrahn. Zu Musik von Brahms lassen Timotheus Maas (Bariton), Lémuel Grave (Piano) und Moritz Grabbe (Schauspiel) unter der Regie von Frank Düwel das Publikum Liebeswirren durchleben. In Ratzeburg führt am 8. Juli ein erleuchtender Theaterspaziergang durch Ernst Barlachs Elternhaus und Kindheit. „Barlach … als ich Indianer war“ heißt die Inszenierung, in der Schauspieler Wolfgang Häntsch ahnen lässt, wie aus dem Geschichtenerfinden eines Jungen der Ausgangspunkt für die spätere Künstlerpersönlichkeit wird. Dieses Projekt wurde möglich durch eine Kooperation mit dem Förderverein Ernst-Barlach-Museum Ratzeburg e. V. und Unterstützung der Ernst Barlach Gesellschaft.

Viele Räume für die Kunst
Natürlich bleibt auch die bildende Kunst mit vielen offenen Ateliers und Ausstellungen von Künstlern und Künstlergemeinschaften ein Schwerpunkt. Objekte und Installationen setzen sich mit Orten und Räumen in Beziehung. In Lauenburg wird ein großer Torbogen als LandArt-Projekt zu einem Besuch auf der Halbinsel gegenüber der Lauenburger Altstadt einladen. In der St.-Petri-Kirchengemeinde Ratzeburg übertragen Hans und Heidrun Kuretzky Rainer Maria Rilkes Lyrik und Texte in den Raum. In Berkenthin schlägt Anja Franksen mit Stoffbahnen eine Liebesbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal. Eindruck hinterlassen wird sicher auch die Installation des inklusiven Möllner Don-Bosco-Hauses in der Heilig-Kreuz-Kirche (6. Juli). Dort zeigen die Mitwirkenden mit Licht, Musik und Texten, welche Antworten sie auf der Suche nach den großen Fragen der Liebe gefunden haben.

Zu guter Letzt
Neu geregelt wird u. a. die Vergabe der Plätze für das stets ausgebuchte Kanu-Wander-Theater: Die Plätze werden verlost, damit nicht nur Stammgäste gute Chancen haben, diese einzig(artig)e Aufführung zu erleben. Bis zum 6. Juni können Interessierte bis zu vier Personen für den diesjährigen „Sommernachtstraum“ melden. Am 7. Juni werden die Lose gezogen, die Gewinner benachrichtigt. Das gesamte Programm steht jetzt auf der KulturSommer-Website www.kultursommer-am-kanal.de. Mit der neuen Suchfunktion können jetzt Themen und Tage gefiltert werden, alle Veranstaltungsorte sind mit Google Maps hinterlegt. Das alles funktioniert auch auf dem Smartphone. Auf der News-Seite erfährt der Besucher Neues über Veranstaltungen und Projekte.

Text & Foto: Albrecht

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