„Aus dem Nichts“

Mit „Aus dem Nichts“ zeigt das Elbkino Lauenburg am Sonnabend, 9. Juni, Fatih Akins fiktives Drama um den NSU-Terror. Die Filmvorführung in der Osterwoldhalle beginnt um 20 Uhr.

Der Hamburger Regisseur Akin erhielt für seinen Film den Golden Globe. Außerdem zählte „Gegen die Wand“ zu den Oscar-Kandidaten für den besten ausländischen Film. In der Debatte um die NSU-Anschläge und deren mangelhafte Aufarbeitung durch die Sicherheitsbehörden hat Akin stets klar Position bezogen. Es sei schlimm, so der Regisseur, dass Polizei und Geheimdienst jahrelang im Umkreis der Opfer nach den Tätern gesucht und dabei die Opfer als Mafiosi oder Drogendealer verunglimpft hätten.

Diese Haltung spiegelt sich in seinem Film wider: er führt den Zuschauer mitten hinein in die Welt aus Wut und Trauer, die die Welt der Angehörigen ist. Gleichzeitig thematisiert der Streifen das Versagen der Ermittler. In der Hauptrolle ist Diane Kruger zu sehen. Sie spielt Katja, die ihren Mann Mann Nuri (Numan Acar) und ihren Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag verliert. Plötzlich ist für sie nichts mehr, wie es war. Ihren Schmerz darüber betäubt sie mit Drogen. Sie denkt an Selbstmord. Als die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff) verhaftet, weil ein entscheidender Hinweis von Andrés Vater (Ulrich Tukur) einging, schöpft Katja Hoffnung…

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