Meister der nuancenreichen Dynamik

Jazz der ganz besonderen Art gibt es am Sonnabend, 16. Juni, im Rokokosaal des Kreismuseums (Ratzeburg) zu hören. Mit dem „Melt Trio“ sind ab 20 Uhr drei Meister des kunstvollen Akzentsetzens und der nuancenreichen Dynamik zu Gast. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.

Das „Melt Trio“ setzt sich aus Peter Meyer (Gitarre), Bernhard Meyer (Bass) und Moritz Baumgärtner (Schlagzeug) zusammen. Die drei Musiker spielen seit sechs Jahren zusammen und können sich mittlerweile eine Spontaneität leisten, die weder schmerzhaft ausufert, noch wirre Assoziationen weckt. Vielmehr schafft sie eine kreative Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht dabei die Gitarrenarbeit von Peter Meyer. Er gibt beim Trio den Ton an. Es gibt wohl kaum einen vergleichbaren Gitarristen in Deutschland, der so vielseitig orientiert ist und so schöpferisch arbeitet wie Meyer.

Auf ihrem Album „Stroy“ (2016) hat das Melt Trio zuletzt eigene Stücke vorgestellt. Besonders überraschend war hier das Schlussstück – eine Bearbeitung eines Auszugs von Beethovens Streichquartett Nr. 15. Eine Version für ein Gitarrentrio hätte sich Ludwig van Beethoven wohl nicht träumen lassen, aber mit dieser sehr speziellen Bearbeitung wäre er sicher mehr als einverstanden gewesen.

Das Melttrio spielte kürzlich unter anderem auf dem Jazzfestival in Moers, das auf Arte übertragen wurde.

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