Die Zukunft nimmt Form an

Ende Januar hatte Kulturportal-Herzogtum.de noch mit „Kein Deal in Sicht“ getitelt. So schien es zumindest: Das Gelände, auf dem die Norddeutsche Teppichfabrik steht, schien ein Ladenhüter zu sein. Die Stadt Geesthacht hatte für das 22 Hektar große Grundstück samt der darauf befindlichen Gebäude 800.000 Euro geboten. Insolvenzverwalter Udo Müller (Hannover) lehnte ab und zauberte Ende April mit Kurt-Peter Gaedeke einen Investor aus dem Hut.

Der Möllner Unternehmer will 150 Millionen Euro in das Gelände stecken. 700 Wohnungen sollen entstehen, Platz für Betriebe geschaffen werden. Gaedeke verfolgt für das Areal einen „Drittel-Plan“: Ein Drittel Gewerbe, ein Drittel für den Wohnungsbau und ein Drittel Natur.

Der Investor hat der Stadt bereits ein Modell seiner Pläne vorgestellt und ist damit auf ein wohlwollendes Stadtoberhaupt gestoßen: Er sei ganz zufrieden mit dem, was Herr Gaedeke vorgestellt habe, so Bürgermeister Olaf Schulze. Kein Wunder – Schulze hatte vorab einen „Drittel-Plan“ angemahnt.

Bevor die Bagger anrücken, muss allerdings noch einiges an Hausaufgaben erledigt werden. Unter anderem fehlt es an einem Bebauungsplan. Derzeit ist die Fläche noch als Industriegebiet ausgewiesen. Unternehmer Gaedeke rechnet nicht vor Ende 2020 mit dem ersten Spatenstich.

Die Norddeutsche Teppichfabrik wurde 1951 von dem aus der DDR stammenden Teppichfabrikanten Hubertus Rösel gegründet und war zeitweilig Geesthachts größter Arbeitgeber. Die Produktion erfolgte in den Räumlichkeiten der ehemaligen Düneberger Pulverfabrik. Ob zumindest Teile der Fabrik unter Denkmalschutz stehen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Weitere Infos über die Teppichfabrik und die Ziele der Geesthachter Kulturvisionen sowie eine Auswahl kultureller Veranstaltungen in Geesthacht:

http://kulturportal-herzogtum.de/2018/10/08/das-image-geesthachts-zu-verbessern-bleibt-unser-ziel/

http://kulturportal-herzogtum.de/2018/10/08/new-york-london-moskau-geesthacht/

http://kulturportal-herzogtum.de/2018/01/30/die-teppichfabrik-ist-vergangenheit-und-zukunft/

http://kulturportal-herzogtum.de/2018/01/04/kulturaufbruch-fuer-die-wachsende-stadt/

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