Zwischen Hip-Hop und Heavy Metal

Der Plattbeats-Songcontest geht nach erfolgreichem Auftakt im vergangenen Jahr in die zweite Runde. Neben Hamburg und Schleswig-Holstein beteiligt sich an der zweiten Auflage des erfolgreichen plattdeutschen Song Contest Plattbeats in diesem Jahr auch Mecklenburg-Vorpommern. Feierlich eröffnet wurde der Musikwettbewerb für Amateurmusiker zwischen 15 und 30 Jahren kürzlich an der Universität Greifswald.

Junge Musiker aus dem Norden sind aufgerufen, sich mit einem Song zu bewerben. Wer sich im Plattdeutschen nicht sicher fühlt, kann zunächst auch deutsche und englische Texte einreichen. Plattbeats bietet Hilfestellung bei der Übersetzung ins Plattdeutsche und beim Einsingen der Songs auf Niederdeutsch. Wer der neue Plattdeutsch-Star im Norden wird, entscheidet sich dann am 25. Mai 2019 beim großen Finale im Kieler Club „Die Pumpe“. Dort wird vor fachkundiger Jury und großem Publikum über die Gewinner des Preisgelds in Höhe von 1.200 Euro entschieden.

Dass Plattdeutsch auch mit moderner Popkultur funktioniert, haben nicht erst norddeutsche Institutionen wie „Fettes Brot“ oder die Bremer Platt-Rapper „De Fofftig Penns“ bewiesen. Plattbeats bietet deshalb eine Plattform, auf der Künstler mit dem Klang der alten norddeutschen Heimatsprache im Kontext ihrer eigenen Musik experimentieren können. Genre-Grenzen gibt es dabei keine: An der ersten Ausgabe des Contests hatten unter anderem die Alternative-Metaller „DieTone“, die Singer-Songwriterin „Miss Allie“ und die Rapper „Standbild“ teilgenommen. Die musikalische Vielfalt von Plattbeats steht symbolisch für die breite Ausdrucksmöglichkeit des Plattdeutschen. Gerade durch seine Vielseitigkeit wird der Contest zu einem Projekt, das Musikhörer jeglicher Art in seinen Bann zieht und gleichzeitig viel Spielraum für die Erkundung neuer Sounds bietet.

Infos und Bewerbungen unter plattbeats.de und facebook.com/plattbeats/.

Print Friendly, PDF & Email