Sich vom Nullpunkt aus der Kunst nähern

Unter dem Titel „zero.point.positions“ präsentiert die ehemalige Stipendiatin Janine Eggert ab Sonntag, 25. November, im Künstlerhaus Lauenburg eine Auswahl ihrer Kunstwerke. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr.

Zero Point beschreibt den Nullpunkt eines Koordinatensystems – einen Anfang, der sich einer numerischen Festlegung (noch) entzieht. Auf dieser Position ist ein Graph, eine Figur offen für Zuschreibungen, Deutungen und somit für Interpretationen. Für ihre Ausstellung „Zero.point.positions“ hat die ehemalige Stipendiatin Janine Eggert verschiedene Objekte im Ausstellungsraum der Künstlerhauses platziert. Die heterogenen Gebilde aus Metall, Tiffany-Glas, Epoxidharz – auf Ständern und Podesten ruhend – erinnern an Bauteile von Maschinen. Durch die Wahl des hoch ästhetischen Materials, bieten sie sich, nun losgelöst von der Funktionalität ihrer formalen Vorbilder, für neue Bedeutungszuweisungen durch den Betrachter an. So Anreize zur ästhetischen Reflexion liefernd, vermögen es die Objekte Diskurse zu ökonomischer Ordnung und der Repräsentation von Herrschaftsstrukturen zu eröffnen. Bildhauerische Fragen nach Form, Körper, Raum sowie die Auseinandersetzung mit Ornament und repetitiver Struktur in industriell gefertigten Produkten sind weitere Beschäftigungsfelder Eggerts, die sich in den in Lauenburg gezeigten Arbeiten widerspiegeln.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Februar im Künstlerhaus Lauenburg, Elbstraße 54, zu sehen.

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