Musikalische Begegnungen mit „Stella‘s Morgenstern“

„Stella's Morgenstern“: Beautiful Songs – New & Old Jewish Folk, Felix-Nussbaum-Haus, 24.6.2016;

Mit seinem Programm „Weihnukka“ im Gepäck macht das Duo „Stella‘s Morgenstern“ am Sonntag, 2. Dezember, im Amtsrichterhaus Schwarzenbek Station. Konzertbeginn ist um 17 Uhr.

Stella Morgenstern (U. a. Gesang, Autoharp, Flöte und Ukulele) und Andreas Hecht (U. a. Gesang und Gitarren) spielen Weihnachtslieder, die zum Teil aus dem Mittelalter stammen. Außerdem bekommt das Publikum Chanukka-Liedern auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino zu hören. Darüber hinaus unternimmt das Duo musikalische Ausflüge nach Hawaii und in die Anden.

Weihnachten und Chanukka gehören zu den populärsten Festen der christlichen und jüdischen Tradition. Trotz unterschiedlicher Ursprünge haben sie auch etwas gemeinsam: Sie bedienen sich des Lichtes, um die dunkle Jahreszeit aufzuhellen. Für assimilierte Juden in Deutschland ist der Weihnachtsbaum seit mehr als 100 Jahren ein Symbol ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Kultur. Moderne jüdische Familien übernahmen Ende des 19. Jahrhunderts einige weihnachtliche Konventionen in das Chanukkafest. Daraus wurde „Weihnukka“, was inzwischen auch viele säkulare Juden in Europa und Amerika begehen, und das liegt nicht nur an der zeitlichen Nähe von Weihnachten und Chanukka. „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel ist ein Beispiel dafür: Es wird sowohl zu Weihnachten gesungen, dem Fest der Nächstenliebe, als auch an Chanukka, dem Lichterfest, das an das Wunder um das Öl erinnert, das vor etwa 2200 Jahren zur Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem acht Tage lang brannte.

Foto: Andreas Stella

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