KI trifft Ottonen

Konzerte, wissenschaftliche Vorträge, Ausstellungen, Niederdeutsch: Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat gemeinsam mit etlichen Kooperationspartnern ein Programm erstellt, das alle Teile des Kreises berücksichtigt. Neben dem Sitz der Stiftung im Stadthauptmannshof Mölln werden als Veranstaltungsorte auch andere Städte wie Lauenburg, Ratzeburg oder Schwarzenbek berücksichtigt, aber auch kleinere Orte wie Kollow oder Groß Sarau sind mit einbezogen.

Bei der Vielfalt des Programms setzt die Stiftung Herzogtum Lauenburg einerseits auf bereits etablierte und erfolgreiche Veranstaltungen wie beispielsweise das Pegasus-Open-Air und das Autorentreffen Niederdeutsch im Mai oder das Frühjahrskonzert des LandesJugendOrchesters im April. Aber auch zwei Veranstaltungsreihen mit übergreifenden Themen geben frische, aktuelle Impulse: „Künstliche Intelligenz“, „Fliehen – einst geflohen. Geschichten von Flucht und Vertreibung in Schleswig-Holstein“.

Die Frühjahrsausstellung der Stiftung im März widmet sich als Gemeinschaftsausstellung dem letzten der beiden Themen und führt KünstlerInnen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg zusammen. Das gesamte Projekt „Fliehen – einst geflohen“ unter der Leitung von Marianne Lentz läuft bis Ende September und umfasst Ausstellungen, Vorträge, Schauspiel, Konzerte, Filme, Literatur sowie Schulprojekte. Eine entsprechende Internetseite befindet sich noch im Aufbau. Ein Flyer wird erstellt.

Das Thema „Künstliche Intelligenz“, das regelmäßig in den Medien präsent ist, wird u.a. bei einem Kulturtalk mit drei Dirk Kuchel (Computerbild), Konstantin von Notz (Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen) und Roberto Simanowski (Erziehungswissenschaften) am 28. März in Mölln diskutiert.

Die Vorträge der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur behandeln die verschiedensten Themen aus der Perspektive der jeweiligen Fachgebiete (zum Beispiel spricht Prof. Dr. Joachim Reichstein über die Ortsgeschichte Kankelaus am 28. März oder Prof. Dr. Holger Behm über den Auerochsen am 23. März).

Der komplexen und besonderen Geschichte des Adels im Herzogtum Lauenburg widmet sich ein Tagesseminar am 1. Juni in Gudow. Mit Kurzvorträgen wird versucht, den vielseitigen historischen Verläufen gerecht zu werden.

Die 2018 begonnene Reihe „1.100 Jahre Ottonen“ (als Norddeutschland zum Zentrum des Reiches wurde) wird mit einem Vortrag und einer Wochenendexkursion Ende Mai in Kooperation mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg fortgesetzt.

Der Natur-/Umwelt-Bereich steht weiterhin im Fokus. Neben den im Frühjahr üblichen Kurzseminaren von Peter Schlottmann auf der Ratzeburger Streuobstwiese im Januar und April werden unterschiedliche Vorträge angeboten: zum Beispiel über den Kuckuck (Karsten Gärtner am 29. Januar) oder über die Nachtgreifvögel im Kreis (Thomas Neumann am 18. März). Übrigens ist der Eintritt zu wissenschaftlichen Vorträgen der Stiftung und der Akademie kostenlos.

Da die erste Auflage des Schreibwettbewerbs „Wanted: Junge Autor*inn*en“ sehr erfolgreich gewesen ist und ein großes Spektrum an kreativem Potenzial gezeigt hat, setzt die Stiftung dieses Format fort. Der Aufruf zu dem Schreibwettbewerb ist vor Kurzem erfolgt. Die besten eingereichten Texte werden vor Publikum am 25. April in Mölln prämiert und vorgelesen.

Da die Stiftung zu einem der Kulturknotenpunkte des Landes ernannt wurde, gibt es 2019 bisher vier damit zusammenhängende Veranstaltungen:

  • Poetry Slam in Mölln (11. Januar)
  • Treffen des Schul- und Jugend-Theaternetzwerks in Ratzeburg (15./16. Februar)
  • Gespräch im Glaspalast zum gedanklichen Austausch und zur Vernetzung aller Kultur-Interessierten in Mölln (26. Februar)
  • Pegasus-Festival in Mölln (18. Mai)

Die Reihe „Kultur auf Dorf-Tour“ wird ebenso fortgesetzt. Bei Redaktionsschluss standen vier Veranstaltungen fest, die sich abwechselnd zwischen den Genres Musik und Theater bewegen.

Der 14. KulturSommer am Kanal läuft im nächsten Jahr vom 15. Juni bis 15. Juli. Wie in jedem Jahr werden erste Höhepunkte des vierwöchigen Kulturfestivals im Februar präsentiert. Das Motto im nächsten Jahr lautet „Das Wasser – Das Salz – Die Seele“. Die Eröffnung des KulturSommers wird in Berkenthin gefeiert. Zu dem Kulturfestival erscheint ein eigenes Programmheft.

Die Stiftung ist stets an Kooperationen interessiert, besonders im ländlichen Raum. Die bereits lange bestehende Reihe „Die Akademie geht aufs Land“ bietet die Möglichkeit, historische Besonderheiten direkt vor Ort den interessierten Einwohnern nahezubringen. Bei Interesse wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der Stiftung unter Tel. 04542-87000 oder info@stiftung-herzogtum.de. Wir prüfen dann, ob es zur angefragten Gemeinde passende Forschungsergebnisse gibt.

Das Programm des ersten Halbjahrs ist bereits jetzt im Stadthauptmannshof Mölln erhältlich. Ebenso wird es in den Tourist-Informationen des Kreises sowie bei den Kooperationspartnern ausliegen. Auf der Internetseite www.stiftung-herzogtum.de finden Sie eine PDF-Datei des Programms.

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