„At the Water´s Edge“

„At the Water´s Edge“ lautet der Titel einer Sonderausstellung, die vom 25. Januar bis 28. April im Grenzhus Schlagsdorf zu sehen ist. Die schwedische Künstlerin Hanna Sjöberg präsentiert dort Exponate aus dem Ostseeraum, die während der Zeit des Eisernen Vorhangs entstanden sind.

Die Schau ist das Ergebnis eines internationalen Kunst- und Ausstellungsprojektes. Die aus allen Ostseeländern stammenden Erinnerungsberichte und Amateuraufnahmen ergeben ein kaleidoskopartiges Erinnerungsbild des Kalten Krieges.

Die Ausstellungsgestaltung knüpft an die Kindheitserfahrungen der Künstlerin an, die sie an der gotländischen Küste gemacht hat. Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die Ostseeregion zu einer der wichtigsten in der Europäischen Union entwickelt. Doch die Erfahrung eines geteilten Meeres hat Spuren bei Generationen von Menschen hinterlassen und wirkt bis heute nach.

Hanna Sjöberg studierte an der Konstfackskolen in Stockholm. Die Schwedin hat an diversen Orten Europas und Afrika ausgestellt. Mehrfach erhielt sie für ihre Werke Auszeichnungen und Stipendien.

Die Künstlerin setzt sich gerne mit zeitgeschichtlichen Themen der deutschen, schwedischen und europäischen Geschichte auseinander. Dabei ist sie bemüht, Geschichte sichtbar zu machen und mit Hilfe künstlerischer Ansätze Nachdenken zu provozieren. In ihren Ausstellungen fragt sie unter anderem nach den Auswirkungen von Krieg und Verlust und den Folgen der NS-Zwangsarbeit. Häufig entwickeln sich ihre Schauen im Verlauf der Präsentationen weiter, beziehen die Ausstellungsorte ein oder suchen den Dialog mit dem Publikum.