„Das geschleifte Dorf Neuhof“

Mit einer Veranstaltungsreihe widmet sich das Grenzhus Schlagsdorf der regionalen Geschichte zur Zeit der deutschen Teilung. Zum Auftakt lädt das Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze am Freitag, 8. Februar, zu einem Bildervortrag und einem anschließenden Gespräch über das geschleifte Dorf Neuhof ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Grundlage für den Austausch sind Fotos, die Horst Kömme aus Ratzeburg gesammelt hat. Neuhhof lag unmittelbar an der ehemaligen Grenze. 1976 musste das Dorf und damit auch seine letzten Einwohner dem Ausbau der DDR-Grenzsperranlagen weichen.

Bis zur Zerstörung wohnten in der Gemeinde Familien. Zudem arbeiteten Menschen auf den Feldern und in den Ställen. Ursprünglich als Domäne bewirtschaftet, erhöhte sich die Zahl der Einwohner 1945 sprunghaft. Bodenreform und später die LPG-Gründung veränderten die Gemeinde. Heute erinnert ein Gedenkstein an das ehemalige Dorf.

Für das Gespräch hofft das Grenzhus auch auf den einen oder anderen Zeitzeugen, der noch konkrete Erinnerungen an Neuhof hat oder Menschen, die Zeitzeugen kennen. Womöglich lassen sich auf diese Weise weitere Fotos, Dokumente und Objekte zur Geschichte des Dorfes ausfindig machen.