„Juliet, Naked“

Indiepop und die Liebe stehen im Mittelpunkt von „Juliet, Naked“. Die Verfilmung des Nick Hornby-Romans ist am Sonnabend, 13. April, im Elbkino zu sehen. Die Vorführung in der Osterwoldhalle beginnt um 20 Uhr.

Regisseur Jesse Peretz verlässt sich bei seinem Werk weitgehend auf den wunderbaren Wortwitz der Vorlage und seine hervorragenden Darsteller. Zusammen mit dem melancholischen Soundtrack macht das „Juliet, Naked“ zu einem leichtfüßig-hintersinnigen Film über die Geheimnisse des Lebens und das Vergehen der Zeit. 

Worum geht es? Duncan und Annie leben seit gut 15 Jahren in einem kleinen Ort an der britischen Südküste. Duncan hat einen Musik-Blog, den er vor allem dafür nutzt, um immer neue Lobeshymnen auf Tucker Crowe zu singen. Crowe, Singer-Songwriter, ist vor 20 Jahren nach der Veröffentlichung seines erfolgreichen Albums „Juliet“ untergetaucht.

Duncan ist ein großer Fan Crowes. Zu seinen ständigen Blog-Messages gehören Gerüchte, dass der jetzt nicht mehr so junge Star ein zweites Album herausbringen wird. Als das geschieht, handelt es sich um „Rohfassungen“ der Songs aus seinem ersten Album. Duncan ist im siebten Himmel (und schreibt eine himmlische Kritik), aber zum ersten Mal ist Annie nicht seiner Meinung. Sie schreibt einen wilden Verriss hinterher: Das neue Album verwische die Klarheit der ursprünglichen Platte.

Tucker Crowe liest den Verriss und mag ihn. Vielleicht fühlt er sich sogar verstanden. Jedenfalls nimmt er einen Flug über den Ozean und ist eines Tages plötzlich da – und steht schon kurz darauf mitten im Leben von Annie und Duncan. Oder genauer: von Annie.

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