„Das Judaskreuz“

Das verspricht spannend und ziemlich authentisch zu werden: Schriftsteller William Boehart und Archivar Christian Lopau lesen am Mittwoch, 5. Juni, mit zwei weiteren Akteuren aus Boeharts historischem Krimi „Das Judaskreuz“. Der Ort der Lesung ist das Max-Ahrens-Haus – eine der Stätten, die in dem Roman eine gewichtige Rolle spielen. Los geht es um 19 Uhr.

„Herr Boehart liest die erzählerischen Passagen“, sagt Lopau. Die Lesung dauert rund eine Stunde. Insgesamt vier Szenen werden vorgetragen. „Ich übernehme den Part des Advokaten Sprewitz“, so Lopau weiter. Sprewitz treffe auf weitere Figuren, die im Roman eine Rolle spielen. Man unterhält sich. Es wird Bier serviert. Das Max-Ahrens-Haus verwandelt sich dafür – unter anderem – zur Kneipe „Zum Michel“.

Worum geht es in dem Roman? Kriminalinspektor Jakob Hundt geht einem rätselhaften Mordfall nach. Es ist das Jahr 1879. Der Tote ist ein gewisser Hermann Goldschmidt, der am Möllner Kriegerdenkmal gefunden wird. Bei Goldschmidt handelt es sich um einen reichen Hamburger Geschäftsmann und einen konvertierten Juden. Die Geschichte führt mitten hinein in das Hamburg des ausgehenden 19. Jahrhunderts, zu einer abgebrannten Synagoge in Grevesmühlen und zu einem umstrittenen Denkmalentwurf zu Ehren des Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing.

Lopau freut sich auf die Lesung. „Ich habe die Entstehung des Romans sehr eng begleitet“, sagt er. Er habe zwischendurch immer mal wieder Kapitel zu lesen bekommen und habe das gesamte Manuskript noch vor der Lektorin gekannt.

Die szenische Lesung ist eine von mehreren Veranstaltungen im Rahmen des 35. Geburtstages des Lauenburgischen Kunstvereins. Eine Platzreservierung ist unter Tel. 04542-87000 oder per Mail info@stiftung-herzogtum.de möglich.

„Das Judaskreuz“ ist im Osburg-Verlag erschienen. Die Buchhandlung Weber stellt im Rahmen der Lesungen einen Büchertisch.

„Das Judaskreuz“, Szenische Lesung, 5. Juni, Max-Ahrens-Haus, Am Markt, Mölln, 19 Uhr

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