„Abschiedswalzer – Chopins letzte Liebe”

Mit dem Stummfilm-Klassiker „Abschiedswalzer – Chopins letzte Liebe” endet am Freitag, 30. August, die Sommerkino-Reihe des Augustinum Aumühle. In die Regiearbeit Henry Roussells führt der Filmhistoriker Jean-Yves Patte ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Frédéric Chopin schrieb den „Abschiedswalzer“ (Op. 69, Nr. 1) im Jahr 1835 für seine ehemalige Verlobte Maria Wodzinska. Der Film zeigt Szenen dieser unglücklich endenden Beziehung zwischen den beiden Liebenden, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten angehören.

Der aufwändig gedrehte Stummfilm mit erstklassigen Schauspielern war eigentlich ein Misserfolg: Ausgerechnet ein Musikfilm wurde als Stummfilm gedreht, obwohl bereits im Jahr zuvor der Tonfilm seinen Durchbruch feierte. Bei einem Brand in der Vorführkabine des „Cinéma Balzac“ in Paris wurde die vermeintlich letzte Filmrolle 1929 zerstört – erst jetzt, 90 Jahre später, konnten große Teile des Films rekonstruiert werden. Der „Retter“ Jean-Yves Patte, der jahrelang und schlussendlich erfolgreich nach weiteren Filmkopien gesucht und die Rekonstruktion aus diesen Fragmenten geleitet hat, ist anwesend und wird einführend erläuternde Worte sprechen. Die Musikpassagen werden am Flügel von Elizaveta Ivanova gespielt.

Abschiedswalzer – Chopins letzte Liebe”, 30. August, Sommerkino, Augustinum Aumühle, Mühlenweg 1, Aumühle, 19 Uhr