„Ein Tag mit Herrn Jules“

Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche macht Martin Leßmann am Dienstag, 15. Oktober, mit dem Solo-Theaterstück „Ein Tag mit Herrn Jules“ im Augustinum Aumühle Station. Der Schauspieler schlüpft für die Aufführung in vier verschiedene Rollen. Los geht es um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Grundlage des Schauspiels ist Diane Broechhovens Novelle „Ein Tag mit Herrn Jules“. Worum geht es? Eine Frau nimmt sich das Recht heraus, einen letzten Tag mit ihrem verstorbenen Mann zu verbringen. Sie nimmt sich Zeit für einen ganz persönlichen Abschied mit all den dazugehörigen Fragen, Verwirrungen, Abrechnungen und Erinnerungen. Dabei wird der unvorhergesehene Besuch eines Nachbarjungen mit Handicap eher als Bereicherung denn als Störung empfunden, klassische Rituale werden ausgespart, sämtliche „dringlichen Vorgehensweisen“ wie der Arztbesuch oder das Telefonat mit einem Bestatter bewusst vermieden. Die Beschreibung eines Abschiedes von einem geliebten Menschen, bei dem die üblichen „Notwendigkeiten“ unwichtig sind, ist ein Gegenentwurf zur heute gängigen bürokratischen Praxis.

„Ein Tag mit Herrn Jules“, 15. Oktober, Augustinum, Mühlenweg 1, Aumühle, 19 Uhr, freier Eintritt