„Deutschland ein Wirtschaftsmärchen“

Das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit – Mythos oder Wirklichkeit? Dieser und weitere Fragen widmet sich Ulrike Herrmann in ihrem Buch „Wie die Deutschen wirklich reich wurden“. Am Dienstag, 22. Oktober, macht die die Autorin im Grenzhus Schlagsdorf für einen Vortrag und ein anschließendes Gespräch Station. Titel der Veranstaltung: „Ulrike Herrmann – Deutschland ein Wirtschaftsmärchen“. Los geht es um 19 Uhr.

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner. Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht vorangebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

„Die Journalistin Ulrike Herrmann nimmt in ihrem Buch die gängigen Mythen von der deutschen Wirtschaft auseinander – vom Wirtschaftswunder über dessen vermeintlichen Vater Ludwig Erhard bis zur Zauberformel von der ’sozialen Marktwirtschaft‘“, so das Urteil in Gutenbergs Welt (WDR) über das Werk Herrmanns.

Eine Veranstaltung des Vereins Politische Memoriale und der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

„Ulrike Herrmann – Deutschland ein Wirtschaftsmärchen“, 22. Oktober, Grenzhus Schlagsdorf, Neubauernweg 1, Schlagsdorf, 19 Uhr