„Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat“

Der berühmten Pazifistin und Politikerin Rosa Luxemburg nähert sich am Donnerstag, 24. Oktober, die Schauspielerin Angela Roeders im Augustinum Aumühle. Unter dem Titel „Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat“, liest sie aus ihren Gefängnisbriefen. Veranstaltungsbeginn ist um 19 Uhr.

Der Tag der Ermordung Rosa Luxemburgs jährte sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal. Idol und Ikone für die einen, verachtet als „Rote Rosa“ für die anderen – unzweifelhaft war sie eine rastloseKämpferin gegen Krieg, Terror, Gewalt, soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit. Indem sie immer wieder „sagte, was ist“, auf die sozialen und wirtschaftlichen Missstände hinwies, Kritik äußerte, wurde sie mehrfach verhaftet.

Ihre Briefe aus den verschiedenen Gefängnissen werden von Angela W. Röders gelesen, die als Rosa einen Eindruck der vielen Facetten dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit aufzeigt: die mitfühlende Freundin, die Zuspruch, Ermutigung zu geben weiß, die eng mit der Natur und den Tieren verbunden ist, die zartfühlende und leidenschaftlich Liebende und vor allem die Unerschrockene, Aufrichtige, die das „Menschsein als die Hauptsache“ beschreibt.

Zitiert wird auch die berühmte, brillante Verteidigungsrede vor der Frankfurter Strafkammer, in der sich das rhetorische Talent Rosa Luxemburgs offenbart.

Angela W. Röders wurde an der „Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ in Wien zur Schauspielerin ausgebildet. Nach festen Engagements an städtischen Bühnen ist Angela Röders mittlerweile vorwiegend als Darstellerin von Solostücken und als Rezitatorin von Lyrik und Lesungen aktiv.

Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat“, 24. Oktober, Augustinum, Mühlenweg 1, Aumühle, 19 Uhr