Impressionistisches Requiem

Mit dem Requiem op. 9 von Maurice Duruflé hat sich die Domkantorei wieder einmal an ein großes Stück Musik-Geschichte herangewagt: Am Sonntag, 10. November, stellt das Ensemble die Komposition dem Publikum im Ratzeburger Dom vor. Die Leitung hat Domkantor Christian. Mit dabei sind zudem der Organist Tobias Götting sowie Juliane Schubert (Sopran) und Clemens Heidrich (Bass). Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

Das Requiems op. 9 von Maurice Duruflé bewegt sich auf Augenhöhe mit den gleichnamigen Kompositionen von Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Gabriel Fauré steht. Der Impressionist Duruflé schuf mit seinem Requiem mitten im 20. Jahrhundert eine tief empfundene, mit farbigen Klängen ausgefüllte Totenmesse ganz in der Tradition der Gregorianik und der französischen Orgelsymphonik, wie sie zur Zeit der Romantik üblich war. Das Werk für Chor und zwei Solostimmen wird durch den Oldenburger Organisten Tobias Götting begleitet, der die Große Rieger-Orgel des Domes in ihrer klanglichen Breite wie ein Orchester zum Klingen bringen wird. Die Leitung liegt in den Händen von Domkantor Christian Skobowsky.

Dem Requiem vorangestellt wird die fünfte der sechs Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach. Um sie zu spielen, muss die Cellistin Anna Sophie Reisener (Amsterdam) die oberste Saite ihres Barockinstruments um einen ganzen Ton nach unten stimmen. Der daraus entstehende Klang unterstreicht die Charakteristik der Tonart c-Moll, die dem klagenden Affekt nahesteht.