Gundermann

Mit einem Kino-Film über Gerhard Gundermann wendet sich das Augustinum Aumühle am Sonntag, 24. November, einem ostdeutschen Idol zu. Die Regie des Streifens hatte Andreas Dresen. Als Schauspieler dabei sind unter anderem Alexander Scheer, Anna Unterberg, Peter Sodann, Axel Prahl und Bjarne Mädel. Die Vorführung beginnt um 19.30 Uhr.

Worum geht es? Wer ist dieser Gerhard Gundermann? Einige Jahre nach dem Mauerfall arbeitet Gerhard Gundermann immer noch im Tagebau in Hoyerswerda. Er möchte eine neue Band gründen und auf Tour gehen. Seine Texte über „einfache“ Menschen, Ausbeutung und Ökologie sprachen dem Publikum schon immer aus der Seele. Dennoch behält er seinen Job als Baggerfahrer bei, um unabhängig vom Erfolg seiner Kunst zu sein.

Die Vergangenheit holt ihn ein, als herauskommt, dass Gundermann ein Informant der Stasi war. Während sich offenbart, wie viel er aus Liebe zum Land über seine Freunde verraten hat, zerbricht Gundermanns Bild von sich selbst. Parallel dazu beginnt Gundermanns Geschichte im Jahr 1975: Der Querdenker ist gerade aus dem Militär geschmissen worden und tritt mit der Werkband auf, deren Mitglied auch seine Jugendliebe und spätere Ehefrau Conny ist.

Liedermacher, Querulant, Arbeiteridol, überzeugter Kommunist und Stasispitzel – all dies vereint der Baggerfahrer Gerhard Gundermann, dessen Leben von Regisseur Dresen, geboren 1963 in Gera, in diesem Spielfilm porträtiert wird. Gundermann verkörpert die Widersprüchlichkeiten und Dilemmata vieler Menschen, die sich für eine bessere DDR eingesetzt haben.

Für die Filmvorführung kooperiert das Augustinum Aumühle mit dem Filmring Reinbek.

„Gundermann“, 24. November, Augustinum, Mühlenweg 1, Aumühle, 19.30 Uhr